
Xi Jinpings Erziehung: Wie kommunistische HĂ€rte einen Diktator formte
Eine neue Biografie ĂŒber Xi Zhongxun, den Vater des chinesischen Machthabers Xi Jinping, enthĂŒllt verstörende Details ĂŒber die Kindheit des heutigen Diktators. Was sich wie eine Blaupause fĂŒr autoritĂ€re Herrschaft liest, zeigt einmal mehr, wie die kommunistische Ideologie selbst in den eigenen vier WĂ€nden ihre zerstörerische Kraft entfaltet.
Spartanische Erziehung als Vorbild fĂŒr Tyrannei
Der Autor Joseph Torigian schildert in seiner Biografie "The Party's Interests Come First", wie Xi Zhongxun seine Kinder mit eiserner Hand regierte. Der ehemalige Vizepremier Chinas habe regelmĂ€Ăig körperliche Strafen angewandt und seinen Kindern bewusst jegliche Privilegien verwehrt. Eine besonders demĂŒtigende Anekdote verdeutlicht die krankhaften AuswĂŒchse dieser "Erziehung": Der kleine Xi Jinping wurde nachts aus dem Schlaf gerissen, um im abgestandenen Badewasser seines Vaters zu baden - eine Praxis, die der Vater als SparmaĂnahme rechtfertigte.
Solche Methoden mögen in kommunistischen Kreisen als vorbildlich gelten, doch sie offenbaren die Perversion einer Ideologie, die selbst vor der eigenen Familie nicht haltmacht. WĂ€hrend deutsche Eltern heute von Helikopter-Erziehung sprechen, zeigt sich hier das andere Extrem: systematische DemĂŒtigung im Namen der Parteidoktrin.
Die Kulturrevolution: Wenn die eigene Mutter zum Feind wird
Der Höhepunkt der Grausamkeit ereignete sich wĂ€hrend der Kulturrevolution, als der etwa 13-jĂ€hrige Xi Jinping öffentlich gedemĂŒtigt wurde. Sein Vater war als angeblicher VerrĂ€ter gebrandmarkt worden, und bei einer sogenannten "Kampfsitzung" musste sich der Junge auf einer BĂŒhne prĂ€sentieren. Das Unfassbare: Seine eigene Mutter stand in der Menge und stimmte in die Rufe "Nieder mit Xi Jinping" ein - gezwungen von der kommunistischen Meute, aber dennoch ein Verrat, der seinesgleichen sucht.
"Als die Meute 'Nieder mit Xi Jinping' rief, hatte seine Mutter im Publikum keine andere Wahl, als die Faust zu recken und einzustimmen"
Diese Szene könnte aus George Orwells "1984" stammen, doch sie ist bittere RealitÀt des kommunistischen Systems. Ein System, das Familienbande zerstört und Menschen zu VerrÀtern an ihren eigenen Kindern macht. Dass Xi Jinping trotz dieser traumatischen Erfahrungen der Kommunistischen Partei die Treue hÀlt, zeigt, wie tief die Indoktrination reicht - oder wie sehr Macht korrumpiert.
Von der Opferrolle zum TĂ€ter
Besonders bemerkenswert ist die EinschĂ€tzung eines chinesischen Intellektuellen, der Xi Jinping nicht als "Xi Zhongxuns Sohn, sondern als Mao Zedongs Enkel" bezeichnet. WĂ€hrend sein Vater nach seiner Rehabilitierung in den spĂ€ten 1970er-Jahren als vergleichsweise liberal galt, hat Xi Jinping die autoritĂ€rsten Elemente des Maoismus ĂŒbernommen und perfektioniert.
Die in der Kindheit erlernte "LeidensfĂ€higkeit" hat sich in eine gnadenlose HĂ€rte verwandelt, die Xi Jinping heute gegen sein eigenes Volk richtet. Die Ăberwachung der Uiguren, das Sozialkreditsystem, die UnterdrĂŒckung Hongkongs - all das sind Fortsetzungen jener DemĂŒtigungen, die er selbst erfahren hat, nur in industriellem MaĂstab.
Lehren fĂŒr den Westen
Diese Biografie sollte uns im Westen eine Warnung sein. WĂ€hrend bei uns Bewegungen wie Fridays for Future oder die "Letzte Generation" mit quasi-religiösem Eifer ihre Ideologie verbreiten und Kinder gegen ihre Eltern aufhetzen, sehen wir in China, wohin solche Entwicklungen fĂŒhren können. Die Parallelen sind erschreckend: Auch hier werden traditionelle Familienwerte zugunsten einer vermeintlich höheren Sache geopfert.
Xi Jinpings Geschichte zeigt, dass autoritĂ€re Systeme nicht ĂŒber Nacht entstehen. Sie beginnen mit der Zerstörung der kleinsten Einheit der Gesellschaft - der Familie. Wenn Kinder lernen, dass Ideologie ĂŒber Blutsbande steht, wenn DemĂŒtigung als Erziehungsmethode gilt und wenn die eigene Mutter gezwungen wird, gegen ihr Kind zu hetzen, dann ist der Weg zur Tyrannei nicht mehr weit.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz tĂ€te gut daran, diese Lehren zu beherzigen. Statt immer neue Schulden fĂŒr ideologische Projekte aufzunehmen - trotz gegenteiliger Wahlversprechen -, sollte sie sich auf die StĂ€rkung traditioneller Werte und familiĂ€rer Strukturen konzentrieren. Denn nur eine starke, in sich gefestigte Gesellschaft kann den Verlockungen totalitĂ€rer Ideologien widerstehen.
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