
BMW-Chef Zipse fordert Tempo bei Zollabkommen – und rechnet mit deutscher Jammerei ab

Während sich die europäische Handelspolitik in den Mühlen der Brüsseler Bürokratie verfängt, platzt dem BMW-Vorstandsvorsitzenden Oliver Zipse offenbar der Kragen. In einem bemerkenswert deutlichen Interview drängt der Konzernlenker auf die rasche Umsetzung des sogenannten „Turnberry-Deals" – jenes Zollabkommens, das die EU und die USA im vergangenen August im schottischen Turnberry ausgehandelt hatten. Doch auf europäischer Seite herrscht offenbar Stillstand.
Doppelte Zollbelastung als wirtschaftlicher Bremsklotz
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: BMW zahlt derzeit 15 Prozent Zölle auf Exporte in die Vereinigten Staaten und zusätzlich zehn Prozent auf Fahrzeuge, die aus dem konzerneigenen Werk in South Carolina nach Europa verschifft werden. Eine absurde Doppelbelastung, die so ganz sicher nicht im Sinne des ausgehandelten Abkommens sein dürfte. Der Deal sieht vor, dass Washington seine Zölle auf EU-Waren bei 15 Prozent deckelt, während Brüssel im Gegenzug die Zölle auf null senkt. Klingt vernünftig – wenn man es denn auch umsetzt.
Zipse findet dafür klare Worte: Viele haderten derzeit mit der Brüsseler Verhandlungsstrategie. Es brauche „dringend mehr Stabilität und Geschwindigkeit" in der europäischen Hauptstadt. Man könnte auch sagen: weniger Sitzungsmarathons und mehr Ergebnisse. Doch wer die EU kennt, weiß, dass Geschwindigkeit nicht gerade zu ihren Kernkompetenzen zählt.
Trumps Zollpolitik als Dauerbrenner
Seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 hat sich die handelspolitische Landschaft fundamental verändert. Die zunächst verhängten 20 Prozent Zölle auf EU-Importe wurden zwar durch den Turnberry-Deal auf 15 Prozent gesenkt – doch selbst diese Erleichterung verpufft, solange Europa seinen Teil der Vereinbarung nicht ratifiziert. Die deutsche Automobilindustrie, einst stolzes Aushängeschild der Exportnation, leidet unter dieser Hängepartie besonders. Und während Brüssel debattiert, zahlen Unternehmen wie BMW die Zeche.
Eine Ohrfeige für die deutsche Jammerkultur
Besonders bemerkenswert ist Zipses Generalabrechnung mit dem grassierenden Pessimismus in der deutschen Wirtschaft. Das „fehlende Selbstbewusstsein" ärgere ihn zutiefst, so der BMW-Chef. Europa verfüge über zahlreiche Unternehmen, die in ihren Branchen weltweit führend seien. Die Vorstellung, man werde „überrollt", teile er ausdrücklich nicht. Stattdessen wünsche er sich „mehr Mut und Tatkraft – und weniger Beschwerden".
Man mag Zipse in diesem Punkt durchaus recht geben. Gleichzeitig darf man fragen: Woher soll dieses Selbstbewusstsein kommen, wenn die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland seit Jahren systematisch verschlechtert werden? Überbordende Bürokratie, explodierende Energiekosten, eine Steuerlast, die ihresgleichen sucht, und eine Infrastruktur, die mancherorts an ein Entwicklungsland erinnert – all das sind keine Erfindungen notorischer Schwarzseher, sondern bittere Realität. Der Mut, den Zipse einfordert, bräuchte als Fundament eine Politik, die Unternehmen nicht gängelt, sondern fördert.
Iran-Krise und steigende Benzinpreise
Gelassen gibt sich der BMW-Chef hingegen mit Blick auf die Auswirkungen des Iran-Konflikts. Das Einkaufsteam habe unmittelbar nach Kriegsbeginn die Lieferketten überprüft – bislang sei die Versorgung nicht beeinträchtigt. Eine beruhigende Nachricht, wenngleich die geopolitische Lage im Nahen Osten alles andere als stabil ist.
Interessant ist Zipses Einschätzung zum stark gestiegenen Benzinpreis: Einen automatischen Nachfrageschub für Elektrofahrzeuge sieht er nicht. Man solle sich vor „vermeintlich einfachen Kausalzusammenhängen" hüten, warnt er. Die Nachfrage nach einer bestimmten Antriebsform hänge von vielen Faktoren ab. Zudem sei unklar, ob der Krieg nicht auch zu einem Anstieg der Strompreise führen werde – was den vermeintlichen Kostenvorteil der E-Mobilität schnell zunichtemachen könnte. Eine nüchterne Analyse, die sich wohltuend von der ideologisch aufgeladenen Debatte um die Antriebswende abhebt.
Edelmetalle als Fels in der Brandung
In Zeiten geopolitischer Verwerfungen, eskalierender Handelskonflikte und einer Weltwirtschaft im Krisenmodus zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Während Aktienkurse schwanken, Währungen unter Druck geraten und politische Entscheidungen ganze Branchen in Bedrängnis bringen, bewähren sich die edlen Metalle seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher. Wer sein Portfolio klug diversifizieren möchte, kommt an einer Beimischung physischer Edelmetalle kaum vorbei.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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