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Kettner Edelmetalle
04.12.2025
06:12 Uhr

Deutschlands Energiewende-Irrsinn: Milliarden fĂŒr Batteriespeicher, die bei Dunkelflaute versagen

Die deutsche Energiepolitik treibt immer absurdere BlĂŒten. WĂ€hrend die Ampel-Koalition zwar Geschichte ist, setzt die neue Große Koalition unter Friedrich Merz den eingeschlagenen Irrweg unbeirrt fort. Das jĂŒngste Kapitel dieser Farce: Ein regelrechter Speicherboom, der mehr Probleme schafft als löst. Phantomprojekte und NetzĂŒberlastungen bedrohen die StabilitĂ€t unserer Stromversorgung – und das alles im Namen einer vermeintlich grĂŒnen Zukunft.

Symbolpolitik auf Atomruinen

Wie symboltrĂ€chtig: Dort, wo einst das Kernkraftwerk Gundremmingen zuverlĂ€ssig Strom lieferte, entsteht nun fĂŒr schlappe 230 Millionen Euro Deutschlands grĂ¶ĂŸter Batteriespeicher. RWE-Chef Markus Krebber schwĂ€rmte beim Spatenstich im Oktober 2025 davon, dass ein Elektroauto mit der gespeicherten Energie 3,9 Millionen Kilometer fahren könnte. Eine beeindruckende Zahl – die allerdings verschleiert, dass dieser Speicher bei einer mehrtĂ€gigen Dunkelflaute etwa so nĂŒtzlich ist wie ein Regenschirm bei einem Orkan.

Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder erhob das Projekt gleich zur nationalen Angelegenheit. Man wolle Problemen im Stromnetz vorbeugen, die sich Deutschland nicht leisten könne. Schöne Worte – doch die RealitĂ€t sieht anders aus. Die 700 Megawattstunden KapazitĂ€t mögen beeindruckend klingen, doch was nĂŒtzen sie, wenn tagelang weder Wind weht noch Sonne scheint?

Der Speicherboom und seine Schattenseiten

Die Zahlen des Deutschen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung sprechen eine deutliche Sprache: Zwischen 2020 und 2025 explodierte die deutsche SpeicherkapazitĂ€t auf etwa 23 Gigawattstunden. Klingt nach Fortschritt? Mitnichten. Der Großteil stammt von privaten Heimspeichern – kleine Batterien, die Eigenheimbesitzer zu ihren Solaranlagen installieren. Eine nette Spielerei fĂŒr Besserverdienende, aber keine Lösung fĂŒr die Grundlastproblematik eines Industrielandes.

„Bis zu 70 Prozent aller eingereichten Projekte werden niemals umgesetzt", schĂ€tzt RWE-Vorstand Markus Krebber die Situation ein.

Besonders pikant: WĂ€hrend chemische Batteriespeicher wie Pilze aus dem Boden schießen, stagniert der Ausbau bewĂ€hrter Pumpspeicherkraftwerke seit den frĂŒhen 2000er Jahren bei etwa 55 Gigawattstunden. Diese Technologie, die seit dem 19. Jahrhundert zuverlĂ€ssig funktioniert, wird zugunsten hipper Batterielösungen vernachlĂ€ssigt. Ein klassischer Fall von ideologischer Verblendung.

Das Windhund-Chaos

Die Netzbetreiber Ă€chzen unter einer Flut von Anschlussanfragen – ĂŒber 500 Gigawatt Leistung wurden allein 2025 beantragt. Das Problem: Nach dem sogenannten „Windhundprinzip" mĂŒsse jeder Antrag der Reihe nach bearbeitet werden, egal wie unrealistisch er sei. Start-ups ohne Finanzierung oder konkrete PlĂ€ne blockieren so die NetzkapazitĂ€ten fĂŒr Jahre.

E.ON-Chef Leonhard Birnbaum warnte bereits, das Netz sei bald „fĂŒr Jahre dicht". Seine Lösung? SpĂŒrbare ReservierungsgebĂŒhren fĂŒr Anschlussbegehren. Ein vernĂŒnftiger Vorschlag, der vermutlich an der TrĂ€gheit der Politik scheitern wird. Stattdessen dĂŒrfen weiterhin Luftschlösser die realen Projekte blockieren.

Die unbequeme Wahrheit ĂŒber Dunkelflauten

Hier offenbart sich die ganze AbsurditĂ€t der deutschen Energiepolitik: Selbst wenn alle geplanten Batteriespeicher realisiert wĂŒrden, könnten sie eine mehrtĂ€gige Dunkelflaute nicht ĂŒberbrĂŒcken. Experten sind sich einig: Ohne Gaskraftwerke geht es nicht. Die neue Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) fordert daher wasserstofffĂ€hige Gaskraftwerke – und erntet prompt Kritik von den ĂŒblichen VerdĂ€chtigen.

Die bittere Ironie: WÀhrend Deutschland seine funktionierenden Kernkraftwerke sprengt und Milliarden in Batteriespeicher pumpt, die bei echter Knappheit versagen, lachen sich unsere Nachbarn ins FÀustchen. Sie verkaufen uns teuren Atomstrom, wenn unsere WindrÀder stillstehen und die Sonne nicht scheint.

Ein teures Erwachen steht bevor

Der deutsche Sonderweg in der Energiepolitik wird zur kostspieligen Sackgasse. Die 500 Milliarden Euro Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur, die Merkels Nachfolger Merz trotz gegenteiliger Versprechen aufnimmt, werden auch nicht helfen, wenn die physikalischen Gesetze ignoriert werden. Batteriespeicher mögen fĂŒr kurzfristige Schwankungen taugen – als RĂŒckgrat einer stabilen Energieversorgung sind sie ungeeignet.

Es wird Zeit, dass die Politik zur Vernunft kommt und ideologische Scheuklappen ablegt. Ein moderner Industriestaat braucht eine verlĂ€ssliche Grundlastversorgung. Ob diese aus Kernkraft, Gas oder einer klugen Mischung verschiedener Technologien kommt, sollte nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien entschieden werden – nicht nach grĂŒnen WunschtrĂ€umen.

Bis dahin bleibt deutschen BĂŒrgern nur eines: Gold und Silber als Absicherung gegen die kommenden Verwerfungen. Denn wenn die Lichter ausgehen und die Industrieproduktion stockt, werden die Folgen fĂŒr WĂ€hrung und Wohlstand verheerend sein. Physische Edelmetalle bleiben in solchen Zeiten ein verlĂ€sslicher Wertspeicher – im Gegensatz zu Batterien, die bei Dunkelflaute nutzlos sind.

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