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31.05.2026
12:15 Uhr

Die Brandmauer bröckelt: Fast 70 Prozent der Deutschen rechnen mit einem AfD-Ministerpräsidenten

Die Brandmauer bröckelt: Fast 70 Prozent der Deutschen rechnen mit einem AfD-Ministerpräsidenten

Es ist ein politisches Erdbeben, das sich in den Köpfen der Bürger längst vollzogen hat – auch wenn das Berliner Establishment es bislang verdrängen wollte. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA, durchgeführt für die „Bild am Sonntag“, fördert ein bemerkenswertes Stimmungsbild zutage: Annähernd sieben von zehn Deutschen rechnen damit, dass in absehbarer Zeit mindestens ein Ministerpräsident der AfD an die Spitze einer Landesregierung gewählt wird. Eine Erwartungshaltung, die noch vor wenigen Jahren als undenkbar galt.

Klare Zahlen, klare Botschaft

Die Detailergebnisse lassen wenig Interpretationsspielraum. 41 Prozent der Befragten rechnen nach den anstehenden Herbstwahlen mit einem AfD-Regierungschef in einem Bundesland. Weitere 28 Prozent gehen sogar davon aus, dass die Partei gleich in mehreren Ländern den Ministerpräsidenten stellen könnte. Lediglich magere 16 Prozent mögen an diese Entwicklung nicht glauben. Wer hier noch von einem Randphänomen spricht, hat die Realität in der deutschen Provinz offenbar verschlafen.

Im September wird in gleich drei Ländern gewählt: in Sachsen-Anhalt, in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin. Und die Umfragewerte sprechen eine deutliche Sprache.

Sachsen-Anhalt: Die AfD enteilt der Konkurrenz

In Sachsen-Anhalt liegt die AfD um ihren Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund mit satten 41 Prozent weit vor der CDU des amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze, die bei mageren 26 Prozent verharrt. Ein Vorsprung von fünfzehn Prozentpunkten – das ist keine Momentaufnahme mehr, das ist ein politischer Machtanspruch.

Mecklenburg-Vorpommern und Berlin

Auch im Nordosten zeigt sich ein ähnliches Bild. In Mecklenburg-Vorpommern führt die AfD mit Spitzenkandidat Enrico Schult bei 36 Prozent – deutlich vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die bei 27 Prozent stagniert. In der Hauptstadt Berlin erreicht die Partei rund 18 Prozent und liegt damit etwa gleichauf mit der CDU des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner, den Grünen und der Linkspartei.

Die „Brandmauer“ – ein Bumerang für die Etablierten?

Besonders aufschlussreich ist ein anderer Befund der Erhebung. Die vielbeschworene „Brandmauer“, mit der sich sämtliche Altparteien gegen jede Form der Zusammenarbeit mit der AfD verbarrikadieren, wird von einer relativen Mehrheit der Befragten nicht etwa als Schutzwall, sondern als Steilvorlage für die AfD gewertet. 45 Prozent sehen in der kategorischen Ausgrenzung einen Vorteil für die Partei, nur 30 Prozent widersprechen, 25 Prozent zeigen sich unentschlossen.

Wer eine Partei dauerhaft zum Sündenbock erklärt und Millionen ihrer Wähler pauschal abkanzelt, treibt diese erst recht in die Arme der Ausgegrenzten – das scheint der gesunde Menschenverstand vieler Bürger längst begriffen zu haben.

Sorge im politischen Establishment

Während die Bürger nüchtern die Realität zur Kenntnis nehmen, reagiert das politische Berlin mit gewohnter Nervosität. Mehrere Landesinnenminister forderten jüngst „Vorkehrungen“, um vermeintliche Risiken für „Sicherheit und Demokratie“ zu minimieren. Begründet wird dies mit angeblichen Kontakten von AfD-Vertretern zu autoritären Staaten und rechtsextremen Strukturen. Man fragt sich unweigerlich: Geht es hier wirklich um den Schutz der Demokratie – oder vielmehr um den Schutz der eigenen Pfründe?

Fakt bleibt: Einen Ministerpräsidenten der AfD hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie gegeben. Da die Partei laut Umfragen bisher keine absolute Mehrheit erreicht, wäre sie auf Bündnispartner angewiesen – die ihr derzeit niemand bieten will. Doch die Wählerwanderung schreitet voran, und der Zorn über eine Politik, die viele Bürger als realitätsfern empfinden, lässt sich nicht ewig mit moralischen Beschwörungsformeln eindämmen.

Was bleibt? Vertrauen ist gut, Substanz ist besser

Das INSA-Institut befragte am 28. und 29. Mai bundesweit 1.003 Menschen. Die Zahlen mögen für die einen ein Schreckgespenst, für die anderen ein Hoffnungssignal sein. Sicher ist nur eines: Die politische Landschaft Deutschlands ist gehörig in Bewegung geraten, und das Vertrauen in die etablierten Parteien erodiert in atemberaubendem Tempo.

In Zeiten, in denen politische Gewissheiten zerbröseln und niemand mehr verlässlich vorhersagen kann, wohin die Reise geht, gewinnt eine alte Wahrheit neue Aktualität: Wer sich nicht allein auf das schwankende Fundament politischer Versprechungen verlassen möchte, sucht nach Beständigkeit. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie auch dann ihren Wert bewahren, wenn politische Strukturen ins Wanken geraten. Als krisenfeste Beimischung eines breit gestreuten Vermögens bleiben sie ein bewährter Anker der Stabilität.

Hinweis der Redaktion: Der vorliegende Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionsentscheidungen sollten stets auf Basis eigener gründlicher Recherche getroffen werden. Jeder Anleger trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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