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Kettner Edelmetalle
22.02.2026
12:46 Uhr

Fürther SPD-Oberbürgermeister rechnet schonungslos mit der eigenen Partei ab – und trifft einen Nerv

Es sind Worte, die man von einem Sozialdemokraten so nicht erwartet hätte. Thomas Jung, seit über zwei Jahrzehnten Oberbürgermeister der bayerischen Stadt Fürth, hat in einem bemerkenswerten Interview mit der Welt seiner eigenen Partei die Leviten gelesen. Seine Kritik ist dabei so fundamental, dass man sich unwillkürlich fragt: Ist hier ein Mann aufgewacht – oder betreibt er schlicht Wahlkampf vor den bayerischen Kommunalwahlen 2026?

Die SPD als Partei der Arbeit? Nur noch eine ferne Erinnerung

Jungs Kernbotschaft ist so simpel wie schmerzhaft für die Genossen: Die SPD müsse sich endlich wieder als Partei der arbeitenden Bevölkerung definieren, statt den Zugang zu Sozialleistungen immer weiter zu erleichtern. „Wenn nämlich die Arbeit gut läuft und die Wirtschaft gut läuft, dann kann man logischerweise auch im Sozialen mehr tun, als wenn die Wirtschaft schlecht läuft", so der Oberbürgermeister. Das sei ein Fakt und kein Glaubenssatz.

Man möchte fast applaudieren – und gleichzeitig fragen, wo diese Erkenntnis in den vergangenen Jahren geblieben ist. Denn was Jung hier formuliert, ist nichts anderes als das, was konservative Stimmen seit Jahren predigen: Ein Sozialstaat, der sich von der wirtschaftlichen Realität abkoppelt, frisst sich selbst auf. Dass diese Binsenweisheit nun ausgerechnet aus den Reihen der SPD kommt, zeigt, wie weit sich die Partei von ihren eigenen Grundsätzen entfernt hat.

Migrationspolitik: „Man müsste mit Freude das Recht durchsetzen"

Besonders brisant sind Jungs Aussagen zur Migrationspolitik. Er habe das Gefühl, dass die SPD die Regierungsarbeit in diesem Bereich nur widerwillig erledige. Dabei sei die Sache doch eigentlich klar: „Man müsste eigentlich mit Freude das Recht durchsetzen. Und das bedeutet eben sichere Grenzen." Der klassische SPD-Wähler wolle einen starken Staat, der sich für Sicherheit und Ordnung einsetze.

Welch eine Erkenntnis! Während Deutschland unter einer beispiellosen Welle von Messerangriffen und steigender Kriminalität leidet, während Bürger sich in ihren eigenen Städten nicht mehr sicher fühlen, ringt sich ein SPD-Kommunalpolitiker dazu durch, das Offensichtliche auszusprechen. Man fragt sich unweigerlich: Warum erst jetzt? Und warum nur so zaghaft?

Jung bringt auch das heikle Thema der ukrainischen Flüchtlinge und des Bürgergeldes auf den Tisch. Es sei auffällig, dass in Deutschland deutlich weniger Ukrainer arbeiteten als beispielsweise in Polen. Er regt an, die beim Bürgergeld eingeführten Sanktionen auch rückwirkend für Ukrainer zu prüfen. Ein Vorschlag, der in seiner eigenen Partei vermutlich für Schnappatmung sorgen dürfte.

Rentenpolitik: Attraktivität statt Zwang – aber bitte auch an die Jungen denken

Auch bei der Rentenpolitik spart der Fürther Oberbürgermeister nicht mit Kritik an der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD. Sowohl seine eigene Partei als auch die Union würden zu sehr auf die älteren Wähler als Klientel schielen. Dabei sei die ältere Generation keineswegs eine Generation von Egoisten, die nicht erkenne, dass Reformen bei der Lebensarbeitszeit unumgänglich seien.

„Leute, denkt doch daran, dass die Älteren auch wollen, dass es ihren Kindern und Enkeln gut geht."

Ein bemerkenswerter Appell, der den Finger in eine offene Wunde legt. Denn tatsächlich betreibt die Bundesregierung unter Friedrich Merz eine Politik, die – trotz vollmundiger Wahlkampfversprechen – vor allem auf kurzfristige Wählerberuhigung setzt, statt die strukturellen Probleme des Landes anzugehen. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten wird, ist nur das prominenteste Beispiel dieser fatalen Kurzsichtigkeit.

Wahlkampftaktik oder echte Überzeugung?

Natürlich darf man die Frage stellen, wie aufrichtig diese plötzliche Selbstkritik tatsächlich ist. In Bayern stehen 2026 Kommunalwahlen an, und Jung hat bereits angekündigt, erneut kandidieren zu wollen. Die Versuchung, sich mit markigen Worten vom zunehmend unbeliebten Kurs der Bundespartei abzusetzen, liegt auf der Hand. Wer denkt dabei nicht an Friedrich Merz, der im Wahlkampf 2025 ebenfalls harte Töne anschlug – nur um nach dem Wahlsieg prompt das Gegenteil zu tun?

Dennoch: Jungs Analyse trifft ins Schwarze. Die SPD hat sich in den vergangenen Jahren systematisch von ihrer Kernwählerschaft entfremdet. Der einfache Arbeiter, der Handwerker, die Krankenschwester – sie alle fühlen sich von einer Partei im Stich gelassen, die lieber über Gendersprache und Identitätspolitik debattiert als über bezahlbare Mieten, sichere Straßen und eine funktionierende Wirtschaft. Dass ein langjähriger SPD-Oberbürgermeister dies öffentlich ausspricht, ist bemerkenswert. Dass es vermutlich folgenlos bleiben wird, ist tragisch.

Die deutsche Politik krankt an einem fundamentalen Problem: Es mangelt nicht an Erkenntnis, sondern am Willen zur Umsetzung. Thomas Jung mag die richtigen Worte finden – doch solange seine Partei und die gesamte Große Koalition weiterhin eine Politik betreiben, die den Sozialstaat aufbläht, die Grenzen nicht konsequent sichert und die wirtschaftliche Zukunft des Landes auf dem Altar kurzfristiger Wählergunst opfert, bleiben solche Interviews nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Deutschland braucht keine Lippenbekenntnisse. Deutschland braucht Taten.

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