
Goldrausch ohne Ende: Milliardär setzt ein Viertel seines Vermögens auf Edelmetalle

Während die Welt in einem Strudel aus geopolitischen Spannungen, Handelskriegen und fiskalischer Verantwortungslosigkeit versinkt, erreicht der Goldpreis mit 4.690 Dollar ein neues Allzeithoch. Und was machen die klugen Köpfe dieser Welt? Sie kaufen – und zwar massiv. Der asiatische Milliardär Cheah Cheng Hye, einst das Gesicht des Substanzwert-Investierens in Asien, hat nun ein Viertel seines 1,4 Milliarden Dollar schweren Privatvermögens in Edelmetalle gesteckt. Eine Entscheidung, die angesichts der aktuellen Weltlage alles andere als überraschend erscheint.
Gold-ETFs erleben historische Zuflüsse
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Das World Gold Council vermeldete in der vergangenen Woche Nettozuflüsse in Gold-ETFs von satten 5 Milliarden US-Dollar – das entspricht etwa 36 Tonnen des glänzenden Metalls. Es handelt sich um die höchsten wöchentlichen Zuflüsse seit Mitte Oktober. Das weltweit in Gold-ETFs verwaltete Vermögen hat damit die magische Marke von 600 Milliarden Dollar überschritten, während die globalen Goldbestände weiterhin über 4.000 Tonnen liegen.
Was treibt diese Flucht in das älteste Wertaufbewahrungsmittel der Menschheit? Die Liste der Gründe liest sich wie ein Katalog des politischen und wirtschaftlichen Versagens: Trumps aggressive Zollpolitik, die Grönland-Eskalation, geopolitische Spannungen allerorten, die unaufhaltsame Entwertung des Papiergeldes, galoppierende Inflation und explodierende Staatsschulden. Man könnte meinen, die Regierenden dieser Welt hätten sich verschworen, den Goldpreis in die Höhe zu treiben.
Die Philosophie eines Milliardärs: Kaufen und niemals verkaufen
Cheah Cheng Hye, der die Value Partners Group zu einer milliardenschweren Größe im Stock-Picking aufgebaut hat, verfolgt eine bemerkenswert einfache Strategie. „Ich kaufe nur, ich verkaufe nie", erklärt der 71-Jährige im Interview mit Bloomberg News. Seine Investitionen in Edelmetalle begannen bereits 2008 mit bescheidenen Beträgen und nahmen ein Jahrzehnt später mit großen Käufen von physischen Gold-ETFs deutlich zu.
Das Ergebnis dieser Geduld? Ein Gewinn von 251,1 Millionen Dollar oder 167 Prozent über die Jahre. Vor einem Jahr lag der Anteil der Edelmetalle in seinem Portfolio noch bei etwa 15 Prozent – heute sind es bereits 25 Prozent. Cheah empfiehlt anderen Investoren eine Aufteilung von 60 Prozent Aktien, 20 Prozent Anleihen und 20 Prozent Edelmetallen, wobei Gold den Löwenanteil ausmachen sollte.
Physisches Gold statt Papierversprechungen
Besonders aufschlussreich ist Cheahs Präferenz für physisches Gold gegenüber sogenanntem „Papiergold". „Wenn Sie das physische Gold im Lagerhaus oder im Bankschließfach haben, schuldet Ihnen niemand etwas", betont der erfahrene Investor. Für Anleger mit Sitz in Asien sei es viel besser, physisches Gold zu kaufen als Papiergold. Er nutzt weder Derivate noch strukturierte Produkte und nimmt niemals Kredite auf, um zu investieren.
Diese Haltung steht in krassem Gegensatz zum durchschnittlichen Verhalten der Ultra-Reichen. Laut dem UBS Global Family Office Report 2025 betrug die durchschnittliche Allokation in Gold und Edelmetalle im Jahr 2024 lediglich 2 Prozent. Cheah nimmt damit eine absolute Sonderstellung ein – eine Position, die sich angesichts der Rekordgewinne als goldrichtig erwiesen hat.
Grönland, Zölle und die Flucht in sichere Häfen
Die jüngste Eskalation um Grönland hat die Angst vor einem ausgewachsenen Handelskrieg zwischen den USA und Europa weiter geschürt. Präsident Trump drängt mit zunehmender Aggressivität auf die Übernahme der arktischen Insel, was die ohnehin angespannten transatlantischen Beziehungen weiter belastet. Die Drohung mit neuen Zöllen schwebt wie ein Damoklesschwert über den Märkten.
In diesem Umfeld erscheint die Flucht in Gold und Silber als geradezu logische Konsequenz. Einige asiatische Family Offices wie Cavendish Investment Corp. handeln inzwischen physisches Gold direkt und verzichten dabei auf Zwischenhändler. Sie gewichten das Edelmetall mit beträchtlichen Portfolioanteilen – ein Trend, der sich angesichts der globalen Unsicherheiten weiter verstärken dürfte.
Silber kratzt ebenfalls an Rekorden
Nicht nur Gold, auch Silber zeigt eine beeindruckende Stärke. Das weiße Metall kratzt an seinen historischen Höchstständen und profitiert von denselben Faktoren, die auch den Goldpreis antreiben. Metalle wie Gold, Silber, Kupfer und Zinn haben zu Beginn des Jahres Rekordstände erreicht, getrieben durch die erwartete Lockerung der US-Notenbank, politischen Druck seitens der Trump-Regierung und geopolitische Spannungen.
Für konservative Anleger, die ihr Vermögen vor den Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Welt schützen wollen, bieten physische Edelmetalle eine bewährte Möglichkeit zur Vermögenssicherung. In Zeiten, in denen Regierungen weltweit die Druckerpressen anwerfen und Schulden in astronomische Höhen treiben, erscheint die Beimischung von Gold und Silber zu einem breit gestreuten Portfolio als sinnvolle Strategie zur Absicherung gegen die Entwertung des Papiergeldes.
„In meiner Zeit als Investor war ich sehr geduldig – ich habe Edelmetalle gekauft, sie nicht gehandelt und als Teil meiner lebenslangen Ersparnisse betrachtet. Am Ende wurde das Ganze immer größer und größer."
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und begründen keinerlei Haftung.
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