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22.03.2026
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Netanjahu trommelt zum Weltkrieg – Pistorius duckt sich weg

Die geopolitische Lage im Nahen Osten spitzt sich in einer Weise zu, die an die dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts erinnert. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu fordert die internationale Gemeinschaft unverhohlen auf, in den Krieg gegen den Iran einzutreten. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hingegen übt sich in jener Disziplin, die deutsche Politiker seit Jahrzehnten perfektioniert haben: dem kunstvollen Nichtstun bei gleichzeitiger Ankündigung theoretischer Hilfsbereitschaft.

Netanjahus Ruf nach Verbündeten – oder: Wer räumt den Scherbenhaufen auf?

Bei einem Besuch in der südisraelischen Stadt Arad erhöhte Netanjahu den Druck auf die westlichen Verbündeten massiv. Es sei „an der Zeit, dass sich die Staats- und Regierungschefs der restlichen Länder uns anschließen", erklärte der israelische Regierungschef. Israel und die USA handelten „für die gesamte Welt". Einige Staaten bewegten sich bereits in diese Richtung, doch es sei „mehr nötig".

Die Argumentation des israelischen Premiers folgt einem bekannten Muster: Man schafft Fakten, eskaliert militärisch – und erwartet dann, dass die restliche Welt die Suppe auslöffelt. Seit Ende Februar greifen Israel und die USA gemeinsam Ziele im Iran an, darunter Nuklear- und Militäranlagen. Teheran antwortet mit Raketenbeschuss auf israelische Städte und nahezu sämtliche Anrainerstaaten am Persischen Golf. Allein bei Angriffen auf die Städte Arad und Dimona seien nach Militärangaben mehr als 100 Menschen verletzt und zahlreiche Gebäude schwer beschädigt worden.

Besonders brisant: Der Iran hat die Straße von Hormus weitgehend blockiert – jene Meerespassage, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Gastransports fließt. Netanjahu sprach davon, der Iran versuche, „die gesamte Welt zu erpressen". Rhetorisch fragte er: „Welchen weiteren Beweis brauchen Sie noch, dass dieses Regime, das die ganze Welt bedroht, gestoppt werden muss?"

Pistorius: Hilfe ja, aber bitte erst wenn's vorbei ist

Während Netanjahu also die Kriegstrommeln rührt, gab sich Verteidigungsminister Pistorius bei einem Besuch in Japan betont zurückhaltend. Deutschland werde sich nicht an Kampfhandlungen beteiligen, stellte der SPD-Minister klar. Man sei zwar „grundsätzlich bereit", zur Stabilisierung beizutragen – etwa bei der Sicherung der Straße von Hormus. Allerdings komme eine Beteiligung erst nach einem Waffenstillstand infrage. Man könne helfen, „ob bei der Minenräumung oder was auch immer", aber eben erst nach Beendigung der Kampfhandlungen.

„Alles andere macht überhaupt keinen Sinn", so Pistorius weiter. Deutschland wolle sich „nicht in den Krieg hineinziehen lassen". Man muss sich diese Aussage auf der Zunge zergehen lassen: Der deutsche Verteidigungsminister kündigt militärische Unterstützung an – für den Zeitpunkt, an dem sie niemand mehr braucht. Das ist in etwa so, als würde die Feuerwehr erklären, sie komme gerne zum Löschen, aber erst wenn das Feuer von allein erloschen sei. Cleverer kann man sich kaum aus der Verantwortung stehlen.

Die Bundeswehr – ein Papiertiger mit Friedensauftrag

Dabei offenbart Pistorius' Haltung ein grundlegendes Problem der deutschen Sicherheitspolitik. Das viel beschworene Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr, das nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine mit großem Tamtam beschlossen wurde, scheint in den Weiten der Bürokratie versickert zu sein. Und das neue 500-Milliarden-Euro-Infrastrukturpaket der Regierung Merz wird die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands kaum stärken – dafür aber die Schuldenlast kommender Generationen ins Astronomische treiben.

Gleichzeitig forderte Pistorius immerhin, die Blockade der wichtigen Handelsroute müsse beendet werden. „Iran muss aufhören, diese so wichtige Passage für viele Länder zu blockieren. Es gilt die Freiheit der Seewege – und die muss wiederhergestellt werden." Starke Worte. Nur: Ohne die Bereitschaft, diese Forderung auch durchzusetzen, bleiben sie hohle Phrasen.

Internationale Zurückhaltung – nur Trump macht Ernst

Deutschland steht mit seiner abwartenden Haltung nicht allein. Auch Großbritannien erklärte, man werde sich „nicht in den Krieg hineinziehen lassen", wolle aber eigene Interessen in der Region schützen. Die USA hingegen erhöhen den Druck auf Teheran weiter. Präsident Donald Trump drohte, iranische Energieanlagen anzugreifen, sollte die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden vollständig geöffnet werden.

Die Situation erinnert fatal an historische Konstellationen, in denen regionale Konflikte durch die Unfähigkeit oder den Unwillen der internationalen Gemeinschaft zu einer globalen Krise eskalierten. Die Blockade der Straße von Hormus trifft nicht nur Israel und die USA – sie trifft die gesamte Weltwirtschaft. Steigende Ölpreise, explodierende Kerosinkosten, gestrichene Flüge: Die Auswirkungen sind bereits jetzt für jeden Bürger spürbar.

Was bedeutet das für Deutschland und seine Bürger?

Für den deutschen Bürger bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: steigende Preise. Die Energiekosten, die ohnehin durch die verfehlte Energiepolitik der vergangenen Jahre auf Rekordniveau liegen, werden durch die Blockade einer der wichtigsten Handelsrouten der Welt weiter in die Höhe getrieben. Und während die Bundesregierung unter Friedrich Merz zwar versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen, türmt sie mit dem Sondervermögen bereits Verbindlichkeiten auf, die Generationen belasten werden – ohne dass Deutschland dadurch handlungsfähiger würde.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Vermögenswerte. Während Papiergeld durch Inflation und geopolitische Krisen an Kaufkraft verliert, haben sich Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt. Wer sein Vermögen in unsicheren Zeiten schützen möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio zu berücksichtigen.

„Iran muss aufhören, diese so wichtige Passage für viele Länder zu blockieren. Es gilt die Freiheit der Seewege – und die muss wiederhergestellt werden." – Boris Pistorius, Bundesverteidigungsminister

Die Frage, die sich stellt, ist nicht, ob Deutschland sich militärisch engagieren sollte – darüber kann man trefflich streiten. Die eigentliche Frage ist, ob ein Land, das seine eigene Verteidigungsfähigkeit über Jahrzehnte sträflich vernachlässigt hat, überhaupt in der Lage wäre, einen nennenswerten Beitrag zu leisten. Die Antwort kennt jeder, der die Realität der Bundeswehr auch nur ansatzweise verfolgt. Pistorius' Zurückhaltung mag also weniger strategischem Kalkül entspringen als vielmehr der nüchternen Erkenntnis, dass Deutschland schlicht nichts anzubieten hat.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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