
Papstwahl stockt: Kardinäle ringen um Nachfolger für Franziskus
Die katholische Kirche befindet sich weiterhin in einer Phase der Ungewissheit. Auch der zweite Wahlgang bei der Papstwahl im Vatikan endete ohne die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Schwarzer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle signalisierte am Donnerstagmittag, dass die 133 wahlberechtigten Kardinäle sich noch nicht auf einen Nachfolger für den verstorbenen Papst Franziskus einigen konnten.
Europäische Dominanz im Konklave
Die Zusammensetzung des Wahlgremiums offenbart eine deutliche geografische Schieflage, die durchaus kritisch zu betrachten ist. Mit 52 Kardinälen stellt Europa den Löwenanteil der Wahlberechtigten, davon allein 17 aus Italien. Diese eurozentrische Ausrichtung erscheint in Zeiten der Globalisierung und angesichts der Tatsache, dass der Großteil der Katholiken mittlerweile in anderen Weltregionen lebt, geradezu anachronistisch.
Historische Perspektive und mögliche Verzögerungen
Die Geschichte zeigt, dass Konklaven durchaus zügig zu einem Ergebnis kommen können. Benedikt XVI. wurde 2005 bereits nach vier Wahlgängen gewählt, sein Nachfolger Franziskus benötigte 2013 fünf Durchgänge. Doch die aktuelle Situation könnte sich als deutlich komplexer erweisen. Nach den kirchenrechtlichen Bestimmungen sind heute noch zwei weitere Wahlgänge möglich. Sollte auch nach 35 Wahlgängen kein Papst gefunden sein, käme es zu einer Stichwahl.
Favoriten im Rennen um den Papstthron
Im Kardinalskollegium kristallisieren sich mehrere potenzielle Nachfolger heraus. Zu den meistgenannten Namen gehören Pietro Parolin, Luis Antonio Tagle, Peter Erdö, Matteo Zuppi und Pierbattista Pizzaballa. Doch die Erfahrung lehrt: Wer als Papst ins Konklave geht, kommt oft als Kardinal wieder heraus. Die Geschichte der Papstwahlen ist reich an überraschenden Wendungen.
Kirche am Scheideweg
Die aktuelle Papstwahl findet in einer Zeit statt, in der die katholische Kirche vor gewaltigen Herausforderungen steht. Missbrauchsskandale, schwindende Mitgliederzahlen in der westlichen Welt und innerkirchliche Konflikte um Reformen prägen das Bild. Der neue Pontifex wird sich diesen Problemen stellen müssen - sofern sich die Kardinäle auf einen Kandidaten einigen können.
Die Spannung im Vatikan steigt mit jedem erfolglosen Wahlgang. Die Gläubigen weltweit warten auf weißen Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle - das traditionelle Zeichen für die erfolgreiche Wahl eines neuen Kirchenoberhaupts. Bis dahin heißt es: Warten und Beten.
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