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Kettner Edelmetalle
05.01.2026
23:55 Uhr

Peking trotzt Washington: China hält an venezolanischem Öl fest

Peking trotzt Washington: China hält an venezolanischem Öl fest

Während die Vereinigten Staaten unter Präsident Trump ihre geopolitischen Muskeln spielen lassen und eine neue Investitionsoffensive in Venezuela ankündigen, zeigt sich das Reich der Mitte demonstrativ unbeeindruckt. China werde auch künftig Erdöl aus dem südamerikanischen Land beziehen – koste es, was es wolle. Diese unmissverständliche Botschaft verkündete der chinesische Außenamtssprecher Lin Jian am Montag in Peking.

Ein diplomatischer Schachzug mit Signalwirkung

Die Erklärung aus Peking ist mehr als nur eine routinemäßige Pressemitteilung. Sie ist ein kalkulierter Affront gegen die amerikanische Außenpolitik und ein deutliches Zeichen dafür, dass China nicht gewillt ist, seine strategischen Interessen in Lateinamerika kampflos aufzugeben. „Unabhängig von der innenpolitischen Entwicklung Venezuelas wird China bereit sein, die pragmatische Zusammenarbeit mit Venezuela in verschiedenen Bereichen weiter zu vertiefen", ließ Lin verlauten.

Diese Worte klingen harmlos, doch sie bergen politischen Sprengstoff. Denn Washington hatte zuletzt deutlich gemacht, wieder stärker in den venezolanischen Energiemarkt einsteigen zu wollen. Die Trump-Administration setzt dabei offenbar auf die Interimspräsidentin Delcy Rodríguez als mögliche Ansprechpartnerin – ein Umstand, der in Peking offenbar wenig Eindruck hinterlässt.

Völkerrecht als Schutzschild

Besonders bemerkenswert ist die juristische Argumentation, mit der China seine Position untermauert. Lin verwies explizit auf die Prinzipien des Völkerrechts und betonte, dass es sich bei der Kooperation mit Venezuela um eine Zusammenarbeit zwischen zwei souveränen Staaten handle. Diese sei „vom internationalen Recht sowie von den jeweiligen nationalen Gesetzen geschützt".

Man mag von der chinesischen Außenpolitik halten, was man will – doch in diesem Punkt trifft Peking einen wunden Nerv der westlichen Diplomatie. Während die USA seit Jahrzehnten mit Sanktionen, Regime-Change-Operationen und wirtschaftlichem Druck versuchen, missliebige Regierungen in die Knie zu zwingen, pocht China auf das Prinzip der Nichteinmischung. Eine Position, die in weiten Teilen der Welt auf offene Ohren stößt.

Die Doppelmoral des Westens

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet China – ein Land, das selbst nicht gerade als Hort der Menschenrechte gilt – den westlichen Demokratien eine Lektion in Sachen staatlicher Souveränität erteilt. Doch die Botschaft ist klar: Wer mit China Geschäfte macht, muss keine Angst vor plötzlichen Sanktionen oder politisch motivierten Handelsembargos haben.

„China respektiert Venezuelas Souveränität und Unabhängigkeit und ist überzeugt, dass die venezolanische Regierung ihre inneren Angelegenheiten im Einklang mit Verfassung und Recht handhaben wird", erklärte Lin weiter. Eine Formulierung, die man durchaus als subtile Kritik an der interventionistischen Politik Washingtons lesen kann.

Rohstoffsicherung als strategisches Kalkül

Hinter der diplomatischen Rhetorik verbirgt sich freilich knallhartes wirtschaftliches Kalkül. Venezuela verfügt über die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt – ein Schatz, den sich China nicht entgehen lassen will. In Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen und drohender Handelskriege ist die Sicherung von Rohstoffquellen für Peking von existenzieller Bedeutung.

Die Entwicklung zeigt einmal mehr, wie sehr sich die globalen Machtverhältnisse verschoben haben. Während Europa unter der Last seiner eigenen Energiekrise ächzt und Deutschland sich von russischem Gas abhängig gemacht hat, baut China systematisch ein weltweites Netzwerk von Rohstofflieferanten auf. Eine Strategie, die langfristig Früchte tragen dürfte – zum Leidwesen des Westens.

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