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Kettner Edelmetalle
06.03.2026
06:57 Uhr

Rohstoff-Allianz gegen Peking: Australien und Kanada rücken zusammen

Während Europa noch immer über Lieferkettengesetze debattiert und sich in bürokratischen Windungen verliert, schaffen andere Nationen Fakten. Australien und Kanada haben am Donnerstag eine Reihe neuer Abkommen im Bereich kritischer Mineralien unterzeichnet – ein strategischer Schachzug, der vor allem gegen die erdrückende Dominanz Chinas gerichtet ist. Und Deutschland? Schaut zu.

Der Kampf um die Rohstoffe der Zukunft

Die beiden Mittelmächte, die zu den weltweit bedeutendsten Produzenten von Lithium, Kobalt und seltenen Erden zählen, wollen künftig enger in Forschung, Investitionsförderung und beim Austausch geologischer Daten kooperieren. Australiens Premierminister Anthony Albanese und sein kanadischer Amtskollege Mark Carney unterzeichneten die Vereinbarungen am Rande eines bilateralen Treffens. Albanese habe betont, die Partnerschaft stärke die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit beider Nationen. Carney habe erklärt, beide Länder teilten das strategische Interesse, Lieferketten zu diversifizieren und sich weniger anfällig für geopolitische Risiken zu machen.

Man muss kein Geostratege sein, um zu erkennen, wer mit „geopolitischen Risiken" gemeint ist: China. Das Reich der Mitte kontrolliert nach wie vor einen Großteil der globalen Verarbeitung kritischer Rohstoffe. Wer Batterien für Elektrofahrzeuge, Halbleiter für die Verteidigungsindustrie oder Komponenten für Windkraftanlagen und Solarzellen benötigt, kommt an Peking kaum vorbei. Noch nicht.

Wertschöpfung im eigenen Land statt Rohstoffexport

Besonders bemerkenswert ist ein Aspekt der neuen Abkommen, der in der öffentlichen Debatte viel zu wenig Beachtung findet: Beide Länder wollen künftig verstärkt bei der Weiterverarbeitung von Mineralien kooperieren. Bislang exportieren Australien und Kanada ihre Rohstoffe in großem Umfang – häufig nach China, wo sie veredelt und dann teuer zurückverkauft werden. Ein absurdes Geschäftsmodell, das man nun endlich durchbrechen will. Mehr Wertschöpfung im eigenen Land zu halten, statt sich als bloßer Rohstofflieferant zu verdingen – das ist eine Lektion, die auch Deutschland dringend lernen müsste.

Doch während Canberra und Ottawa handeln, verharrt die Bundesrepublik in einer geradezu fahrlässigen Abhängigkeit. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht, doch von einer kohärenten Rohstoffstrategie ist wenig zu sehen. Stattdessen werden Milliarden in Infrastrukturprojekte gepumpt, deren Umsetzung Jahre dauern wird – und die ohne gesicherte Rohstoffzufuhr ohnehin zum Scheitern verurteilt sein könnten.

Minerals Security Partnership als westliches Bollwerk

Die australisch-kanadische Allianz steht nicht isoliert da. Beide Seiten bekräftigten ihre Absicht, die Zusammenarbeit im Rahmen der Minerals Security Partnership auszubauen – einer von den USA initiierten Initiative, die gleichgesinnte Staaten bei der Absicherung kritischer Rohstofflieferketten bündelt. Unter Präsident Trump, der bekanntlich wenig Hemmungen hat, wirtschaftliche Interessen mit harter Hand durchzusetzen, dürfte diese Partnerschaft weiter an Bedeutung gewinnen.

Die Botschaft ist unmissverständlich: Der Westen formiert sich. Die Frage ist nur, ob Deutschland rechtzeitig aufwacht oder weiterhin sehenden Auges in die Abhängigkeitsfalle tappt. Denn eines ist sicher – wer die Rohstoffe kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Und Gold und Silber, die ältesten Wertspeicher der Menschheit, erinnern uns gerade in solch unsicheren Zeiten daran, dass physische Werte niemals an Bedeutung verlieren. Wer sein Vermögen gegen geopolitische Verwerfungen und die Folgen einer verfehlten Wirtschaftspolitik absichern möchte, tut gut daran, Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios in Betracht zu ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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