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Steuer-Aufstand in der Koalition: CSU stoppt Klingbeils Plastiksteuer!

Steuer-Aufstand in der Koalition: CSU stoppt Klingbeils Plastiksteuer!
Symbolbild: KI-generiert

Kurz vor den entscheidenden Beratungen über den Bundeshaushalt 2027 stellt sich die CSU-Landesgruppe gegen zentrale Steuerpläne von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Landesgruppenchef Alexander Hoffmann erklärte am Dienstag in Berlin, die CSU lehne den Entwurf zur Plastiksteuer derzeit ab. Auch bei Zucker, Alkohol und Sekt will die CSU bremsen.

Plastik, Zucker, Sekt: Die Abgaben-Offensive gerät ins Stocken

Hoffmann zählte die Forderungen seiner Partei Punkt für Punkt auf. Die Alkoholsteuer solle später kommen. Die höhere Schaumweinsteuer will die CSU ganz verhindern. Und bei der Zuckersteuer nannte Hoffmann den 1. Januar 2028 als „Wunschtermin“.

Das Finanzministerium möchte die Zuckersteuer dagegen schon ab dem 1. Juli 2027 kassieren. Das ist mehr als ein Streit um ein Datum. Jede Verschiebung reißt sofort ein Loch in die Haushaltsplanung für 2027. Medienberichten zufolge sollen Zucker- und Plastiksteuer zusammen rund 2,5 Milliarden Euro einbringen.

Dazu kommt ein Detail, das man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: Wie berichtet wird, plant die Bundesregierung für die beiden neuen Steuern mehr als 1.000 zusätzliche Stellen. Der Bund der Steuerzahler sprach von „Bürokratie-Irrsinn“. Neue Steuern, neue Beamte, neue Formulare. Ist das der Bürokratieabbau, den die Koalition versprochen hatte?

Stromsteuer: Das gebrochene Versprechen

Beim eigentlichen Entlastungsthema klingt die Union plötzlich leiser. Die Senkung der Stromsteuer für alle steht im Koalitionsvertrag. Hoffmann betonte, das Thema habe für seine Partei „eine hohe Symbolkraft“, man wolle sich davon „nicht leichtfertig verabschieden“. Ein klares Bekenntnis klingt anders.

Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die Senkung mehrfach gefordert. Bei der IHK Berlin sagte er am Dienstag, er werde dafür kämpfen, könne aber nicht zusagen, dass es gelinge. Klingbeil hält die Entlastung derzeit für nicht finanzierbar, weil dem Staat vier bis fünf Milliarden Euro pro Jahr fehlen würden.

Bemerkenswert: Laut der jüngsten Steuerschätzung kann der Bund 2027 mit 4,1 Milliarden Euro mehr rechnen als erwartet. Rekordeinnahmen, ein 500-Milliarden-Sondervermögen auf Pump – und trotzdem soll für günstigeren Strom kein Geld da sein? Viele Bürger und Betriebe dürften das kaum noch nachvollziehen.

Kalte Progression: Die heimliche Steuererhöhung

Auch CSU-Chef Markus Söder bekommt wohl nicht, was er will. Er fordert, die kalte Progression bei der Einkommensteuer auszugleichen. Hinter dem sperrigen Begriff steckt ein simpler Mechanismus: Steigen Löhne nur wegen der Inflation, rutschen Arbeitnehmer in höhere Steuersätze. Sie können sich nicht mehr leisten, zahlen aber mehr an den Fiskus.

Ein Ausgleich würde die Tarifstufen an die Teuerung anpassen. Dafür braucht es jedoch die Länder. Laut Hoffmann sind außer Bayern und Hessen aber alle Ministerpräsidenten dagegen. Der Staat verdient also an der Inflation mit, die er selbst nicht in den Griff bekommt.

Wo die CSU sparen will

Hoffmann nannte auch Sparvorschläge. Er verwies auf geringere Ausgaben, weil weniger neue Flüchtlinge kommen. Außerdem solle die Regierung den Etat des Arbeits- und Sozialministeriums genauer prüfen und beim Personalabbau mehr tun. Ein Gedanke, der in Berlin offenbar Seltenheitswert hat: erst sparen, dann kassieren.

Fazit: Wer schützt die Bürger vor dem Fiskus?

Der Steuerstreit zeigt, wie tief die Gräben in der schwarz-roten Koalition sind. Ob die CSU standhaft bleibt oder am Ende doch einknickt, entscheidet sich in diesen Tagen. Für Sparer bleibt die Lehre: Inflation und neue Abgaben fressen sich still ins Vermögen. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio helfen, Kaufkraft über Jahre zu sichern.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung dar. Er gibt unsere redaktionelle Meinung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine steuerlichen und finanziellen Entscheidungen selbst verantwortlich.

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