
Tennis statt Krisenmanagement: Wegner klammert sich an sein Amt und feiert fremde Erfolge

Es gibt Momente in der Politik, die selbst hartgesottene Beobachter sprachlos zurücklassen. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat einen solchen Moment geschaffen – und zwar nicht durch besonnenes Handeln in der Krise, sondern durch eine Selbstbeweihräucherung, die an Dreistigkeit kaum zu überbieten ist.
Der „Erfolg" des Tennis-Bürgermeisters
Während zehntausende Berliner im Südwesten der Hauptstadt tagelang ohne Strom ausharren mussten, während alte Menschen in eiskalten Wohnungen froren und Familien mit Kindern verzweifelt nach Wärme suchten, hatte Wegner offenbar andere Prioritäten. Am ersten Tag des verheerenden Blackouts, ausgelöst durch einen mutmaßlich linksextremistischen Anschlag auf eine Strombrücke in Teltow, gönnte sich der CDU-Politiker eine ausgiebige Tennis-Pause. Wohlgemerkt: Das Ausmaß der Notlage war zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt.
Doch damit nicht genug. Bei einem Auftritt vor dem Rotarier-Club in Berlin präsentierte sich Wegner nun als strahlender Sieger der Krise. Seine Worte, überliefert von Table.Media-Chefredakteur Michael Bröcker, lassen tief blicken: „Dass wir Mittwoch um 11 Uhr wieder Strom hatten. Den Erfolg lasse ich mir nicht kaputtmachen."
Fremde Federn, eigener Ruhm
Man muss sich diese Aussage auf der Zunge zergehen lassen. Der Mann, der sich während der akuten Krise in seinem Büro „eingeschlossen" haben will – sofern er nicht gerade den Tennisschläger schwang – reklamiert nun die Leistung anderer für sich. Die Wahrheit sieht freilich anders aus: Es waren die Arbeiter der staatlichen Stromnetz Berlin GmbH, die im Dreischichtbetrieb und unter widrigsten Witterungsbedingungen schufteten, um die Stromversorgung wiederherzustellen.
Ein Baggerführer, so berichten Augenzeugen, arbeitete so schnell wie nie zuvor. Die Techniker kämpften bei eisiger Kälte mit den Kabeln, verknüpften drei gleichartige Leitungen und umwickelten sie mit Isolierband. Dass die Reparatur letztlich einen Tag früher als zunächst prognostiziert abgeschlossen werden konnte, ist einzig und allein diesen Männern und Frauen zu verdanken – nicht einem Bürgermeister, der zur technischen Lösung „wohl nichts beigetragen hat", wie es selbst wohlwollende Beobachter formulieren.
Die grüne Schatten-Affäre
Pikant wird die Angelegenheit durch einen weiteren Umstand, der in Berlin längst kein Geheimnis mehr ist: Wegners private Beziehung zu Wirtschafts- und Energiesenatorin Franziska Giffey von der SPD sorgt für zusätzlichen Gesprächsstoff. Die Senatorin war es, die vor der Presse die technischen Details der Reparatur erläuterte – während ihr Lebensgefährte Tennis spielte.
Rücktrittsforderungen verhallen ungehört
Die Kritik an Wegners desaströsem Krisenmanagement ebbt nicht ab. Stimmen aus der politischen Konkurrenz fordern bereits seinen Rücktritt. Doch der Regierende Bürgermeister denkt nicht daran, die Konsequenzen zu ziehen. Stattdessen klammert er sich mit einer Verbissenheit an sein Amt, die man sich bei der Bewältigung der eigentlichen Krise gewünscht hätte.
Was bleibt, ist das Bild eines Politikers, der die Realität offenbar völlig aus den Augen verloren hat. Ein Mann, der fremde Leistungen als eigene verkauft, während er selbst in der Stunde der Not versagte. Die Berliner, die tagelang im Dunkeln und in der Kälte saßen, werden sich bei der nächsten Wahl daran erinnern – darauf darf man wetten.
Ein Symptom des politischen Verfalls
Der Fall Wegner steht exemplarisch für einen Zustand, der sich durch weite Teile der deutschen Politik zieht: Verantwortungslosigkeit gepaart mit grenzenloser Selbstüberschätzung. Politiker, die sich als Diener des Volkes verstehen sollten, gebärden sich stattdessen wie unantastbare Herrscher. Sie fordern Respekt ein, den sie selbst nicht zu geben bereit sind. Sie feiern Erfolge, die andere errungen haben. Und sie weigern sich, für ihr Versagen geradezustehen.
Die etwa 27 Prozent der Berliner, die bei der letzten Wahl eine politische Alternative gewählt haben, dürften sich angesichts solcher Vorgänge nur noch an den Kopf fassen. Alle anderen müssen sich die unbequeme Frage gefallen lassen: Wie lange wollen wir solche Zustände noch hinnehmen?
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