
Tomahawk-Deal mit Washington: Berlin öffnet die Milliardenkasse für amerikanische Marschflugkörper
Es ist ein Lehrstück deutscher Sicherheitspolitik – oder besser gesagt: ihrer Abhängigkeit. Nachdem die US-Regierung unter Präsident Donald Trump der ursprünglich vereinbarten Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern auf deutschem Boden eine klare Absage erteilt hat, findet Berlin nun einen anderen Weg, an die begehrte Präzisionswaffe zu kommen: Deutschland kauft das System schlicht selbst – natürlich in den USA, versteht sich.
Vom stationierten Schutzschild zum teuren Eigenkauf
Was hier als diplomatischer Erfolg verkauft werden dürfte, offenbart bei näherem Hinsehen die ganze Misere. Ursprünglich sollten amerikanische Streitkräfte die Marschflugkörper auf deutschem Territorium stationieren – eine Absicherung durch den transatlantischen Partner. Doch Washington zog zurück. Und statt eigene Fähigkeiten aufzubauen, greift die Bundesregierung nun tief in die Steuerkasse und ordert das Waffensystem beim amerikanischen Rüstungslieferanten.
Wer keine eigene souveräne Verteidigungsindustrie pflegt, zahlt am Ende doppelt – erst politisch, dann finanziell.
Die strategische Lücke – hausgemacht?
Die Bundesregierung argumentiert, man müsse eine strategische Lücke schließen. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Der Krieg in der Ukraine dauert an, der Nahost-Konflikt eskalierte im Juni dramatisch, als Israel iranische Atomanlagen angriff und Teheran mit Raketen antwortete. Die Welt ist gefährlicher geworden. Doch die entscheidende Frage bleibt: Warum ist Deutschland, einst industrielle Herzkammer Europas, nach Jahrzehnten der Vernachlässigung der eigenen Verteidigung derart auf amerikanische Technologie angewiesen?
Man erinnere sich: Über Jahre wurde die Bundeswehr kaputtgespart, während politische Energie in Genderdebatten und ideologische Nebenschauplätze floss. Nun rächt sich diese Fehlpriorisierung. Das viel gepriesene Sondervermögen und die neuen Milliardenprogramme fließen zu großen Teilen ins Ausland, statt heimische Wertschöpfung zu stärken.
Wer bezahlt am Ende die Rechnung?
Die Antwort ist so bitter wie vorhersehbar: der deutsche Steuerzahler. Während Bundeskanzler Friedrich Merz im Wahlkampf noch versprach, keine neuen Schulden zu machen, verankerte die Große Koalition ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen und die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz. Die Zeche zahlen kommende Generationen – über Steuern, Abgaben und schleichende Inflation.
In solchen Zeiten, in denen politische Versprechen wenig wert sind und die Kaufkraft des Euro erodiert, zeigt sich einmal mehr, warum krisenerprobte Sachwerte ihren festen Platz haben. Physisches Gold und Silber unterliegen keiner staatlichen Beliebigkeit, keiner Notenpresse und keinem außenpolitischen Kalkül. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie das, was Papierversprechen längst verloren haben: echte Substanz.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für die getroffenen Entscheidungen übernehmen wir keinerlei Haftung.

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