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Kettner Edelmetalle
04.05.2026
14:40 Uhr

Trumps Zollhammer trifft die deutsche Autoindustrie ins Mark – Brüssel ringt verzweifelt um Worte

Trumps Zollhammer trifft die deutsche Autoindustrie ins Mark – Brüssel ringt verzweifelt um Worte

Wenn am Dienstag in Paris EU-Handelskommissar Maros Sefcovic auf den US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer trifft, geht es um weit mehr als diplomatische Floskeln am Rande des G7-Handelsministertreffens. Es geht um nichts weniger als die Zukunft einer Schlüsselindustrie, die einst das wirtschaftliche Rückgrat dieses Landes war – und mittlerweile mehr einem Patienten auf der Intensivstation gleicht. Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, die Zölle auf Autos und Lkw aus der Europäischen Union von 15 auf 25 Prozent anzuheben, schlägt ein wie ein Donnerschlag.

Ein Schlag ins Gesicht der ohnehin wankenden Branche

Die deutsche Autoindustrie, jahrzehntelang Stolz und Wirtschaftsmotor der Nation, taumelt bereits jetzt von einer Krise in die nächste. Hausgemachte Fehlentscheidungen aus der Berliner Politikwerkstatt – allen voran die ideologisch motivierte Verbrennerverbotspolitik und die ruinösen Energiekosten – haben die Branche in eine prekäre Lage manövriert. Nun könnte ein zusätzlicher Zollaufschlag aus Washington den finalen Schlag versetzen. Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer wählte am Wochenende drastische Worte und sprach davon, die geplante Zollerhöhung lasse sich als „Beginn eines Wirtschaftskriegs gegen Deutschland“ deuten.

Trumps Vorwurf: Die EU hält ihren Teil der Abmachung nicht ein

Der amerikanische Präsident wirft Brüssel vor, die im vergangenen August geschlossene Vereinbarung zu unterlaufen. Trump hatte damals zugesagt, den Zollsatz bei 15 Prozent zu deckeln. Im Gegenzug sollte die EU ihre Zölle auf US-Industrieprodukte abschaffen – ein Schritt, der zwischen Europaparlament und dem Rat der 27 Mitgliedstaaten bislang aber nicht über die Verhandlungstische hinaus gekommen ist. Greer ließ am Montag im Sender CNBC durchblicken, wie groß der Frust in Washington sei: „Das geht sehr langsam voran.“ Trump habe „nach vielen, vielen Monaten der Gespräche“ schlicht die Geduld verloren. Besonders dornig stießen den Amerikanern Änderungsanträge aus dem Europaparlament auf, wonach die Zollabschaffung nur dann greifen soll, wenn die USA sämtliche Zusagen einhalten – und im März 2028 ohnehin automatisch auslaufen würde.

Brüssels zahnlose Antwort und Klingbeils Beschwörungsformeln

Die EU-Kommission stehe selbstverständlich zur Vereinbarung aus dem vergangenen Jahr, ließ ein Sprecher pflichtschuldig verlauten. Die Umsetzung folge „den üblichen Gesetzgebungsverfahren“. Genau hier liegt der Hund begraben: Die berüchtigte Brüsseler Behäbigkeit, die selbst dringendste Entscheidungen in einem Sumpf aus Ausschüssen, Trilogen und Änderungsanträgen versickern lässt, trifft auf einen US-Präsidenten, der bekanntermaßen wenig von bürokratischer Geduld hält. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) wiederum gab in Brüssel die altbekannte Beschwörungsformel zum Besten: „Europa steht zu den Zusagen, und ich erwarte das jetzt von der amerikanischen Seite auch.“ Eskalation wolle man nicht. Schön wäre es, möchte man hinzufügen – nur dürfte Trump diese Botschaft mit einem müden Lächeln quittieren.

Die Quittung für jahrelange Industriepolitik

Während sich Politiker in Brüssel und Berlin in diplomatischen Pirouetten üben, schlägt die Realität bei den Unternehmen unerbittlich zu. Das Münchner ifo-Institut meldete jüngst, die Folgen des Irankriegs belasteten die „ohnehin geschwächte Autoindustrie zusätzlich“. Erste Anzeichen von Materialknappheit zeichneten sich ab, hinzu komme die generelle Verunsicherung von Unternehmen und Verbrauchern, die sich beim Neuwagenkauf zunehmend in Zurückhaltung übten. „Die Automobilindustrie schafft es nicht aus der Krise heraus“, konstatierte ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl nüchtern.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeichnet ein nicht minder düsteres Bild. „Häufige Zollanpassungen, unklare Vorschriften und zusätzliche Nachweispflichten sorgen für erhebliche Planungsunsicherheit“, hieß es am Montag. Eine Befragung der 79 Industrie- und Handelskammern habe ergeben, dass Fragen zum US-Handel mittlerweile zum aufwendigsten Beratungsthema avanciert seien. DIHK-Bereichsleiterin Melanie Vogelbach brachte es auf den Punkt: „Das US-Geschäft wird für viele Betriebe zunehmend unberechenbar, gerade für kleinere Unternehmen wird der Marktzugang deutlich schwieriger.“

Der unbequeme Blick in den Spiegel

Bei aller berechtigter Kritik an Trumps Zollpolitik darf man eine Wahrheit nicht verschweigen: Deutschland hat sich über Jahre hinweg mit eigener Hand in eine Position der Schwäche manövriert. Die Energiewende-Romantik, der überstürzte Atomausstieg, eine ideologisch vergiftete Verkehrspolitik, die explodierenden Lohnnebenkosten und eine Bürokratie, die jeden unternehmerischen Aufbruch im Keim erstickt – all das sind keine Naturgewalten, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. Trumps Zollhammer trifft eine Industrie, die längst nicht mehr in der Verfassung ist, externe Schocks aus eigener Kraft abzufedern. Auch die hohen Stahlzölle der USA von weiterhin 50 Prozent, bei denen die EU bislang kaum Zugeständnisse erreicht hat, werden ein Thema des Pariser Treffens sein.

Pikant am Rande: Nur kurz vor seinen erneuten Zolldrohungen hatte Trump Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wegen dessen ablehnender Haltung zum Irankrieg scharf kritisiert. Ob dies bloß Zufall ist oder ein politisches Signal mit ökonomischer Quittung, mag jeder selbst beurteilen. Fakt ist: Die transatlantischen Beziehungen haben mehr Risse, als beide Seiten zugeben mögen.

Was bleibt dem Anleger und Bürger?

In Zeiten, in denen geopolitische Verwerfungen, eskalierende Handelskonflikte und die strukturelle Schwäche europäischer Schlüsselindustrien zusammenfallen, zeigt sich einmal mehr der Wert greifbarer, krisenfester Vermögenswerte. Während Aktien von Automobilherstellern unter dem Damoklesschwert von Zollerhöhungen schwanken und Lieferketten weltweit unter Druck geraten, behaupten physische Edelmetalle wie Gold und Silber ihre jahrtausendealte Funktion als Vermögensspeicher. Sie kennen weder Quartalsberichte noch Zollverordnungen – und genau das macht sie in turbulenten Zeiten zu einer sinnvollen Beimischung in jedem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen die Meinung der Redaktion dar und sind keine Anlageberatung. Wir betreiben keine individuelle Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und gegebenenfalls fachkundigen Rat einzuholen. Anlageentscheidungen erfolgen stets auf eigene Verantwortung.

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