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Kettner Edelmetalle
07.04.2026
14:34 Uhr

Zapfsäulen leer: Berliner Tankstelle ohne Benzin – das Ergebnis politischer Planwirtschaft

Was sich am Ostermontag an einer HEM-Tankstelle im Süden Berlins abspielte, liest sich wie ein Szenario aus einem maroden Planwirtschaftsstaat: Kein Super E5, kein E10 – nichts. Handgeschriebene Zettel an den Zapfsäulen verkündeten den fassungslosen Autofahrern in Schönefeld die bittere Wahrheit. Die Tankstelle, die als eine der günstigsten im Berliner Süden gilt, war schlicht ausverkauft. Lediglich normaler Diesel und die teure Super-Plus-Variante – zum stolzen Preis von 2,359 Euro pro Liter – standen noch zur Verfügung. Erst am Abend rollte der Nachschub heran.

Die 12-Uhr-Regelung: Gut gemeint, schlecht gemacht

Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt in einer jener wohlmeinenden Regulierungen, die in der politischen Theorie brillant klingen und in der Praxis krachend scheitern. Seit dem 1. April 2025 dürfen Tankstellen ihre Spritpreise nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags anheben – das sogenannte „Österreich-Modell". Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche versprach sich davon „preisdämpfende Effekte". Doch was tatsächlich eintrat, hätte jeder halbwegs ökonomisch gebildete Beobachter vorhersagen können: Die Preise stiegen, und an besonders günstigen Standorten wurde der Sprit schlicht weggetankt, bevor Nachschub kommen konnte.

Die Logik dahinter ist so simpel wie ernüchternd. Wenn eine Tankstelle morgens günstig anbietet und den Preis erst mittags erhöhen darf, strömen die Kunden naturgemäß in den Vormittagsstunden. Die Betreiber der Berliner Tankstelle vermuten, dass bereits vor 12 Uhr so viele Autofahrer getankt hatten, dass die Vorräte erschöpft waren. Ein klassischer Fall von staatlich induzierter Knappheit.

Rekordpreise statt Entlastung

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Am Ostermontag kletterte der durchschnittliche Dieselpreis um einen Cent auf 2,44 Euro pro Liter. Super-Benzin E5 kostete zwischen 2,24 und 2,25 Euro. Die Preisspanne beim Diesel offenbart dabei ein geradezu groteskes Bild: An den teuersten zehn Prozent der Tankstellen wurden zwischen 2,55 und 2,59 Euro fällig, während die günstigsten Anbieter immerhin noch 2,32 Euro verlangten. Am Dienstag dann der nächste Schock – ab 12 Uhr schnellte der Dieselpreis auf rund 2,50 Euro hoch. Vorher hatten Autofahrer noch 2,41 Euro gezahlt.

Der ADAC, wahrlich kein Hort radikaler Systemkritik, zog bereits am Samstag eine vernichtende Bilanz. Das Österreich-Modell verdiene den Namen „Preisbremse" schlicht nicht und wirke eher kontraproduktiv, teilte der Verband mit. Eine diplomatischere Formulierung für „komplettes Versagen" dürfte schwer zu finden sein.

Wenn der Staat den Markt verbiegt

Was wir hier erleben, ist kein Zufall und kein bedauerlicher Einzelfall. Es ist das vorhersehbare Resultat einer Politik, die glaubt, mit bürokratischen Eingriffen die Gesetze von Angebot und Nachfrage außer Kraft setzen zu können. Statt die eigentlichen Ursachen hoher Spritpreise anzugehen – etwa die exorbitante Steuerlast auf Kraftstoffe, die geopolitischen Verwerfungen oder die ideologisch motivierte Energiepolitik der vergangenen Jahre – bastelt man an Symptombekämpfung, die das Problem verschärft statt es zu lösen.

Man fragt sich unwillkürlich: Ist diese Entwicklung wirklich nur Inkompetenz, oder steckt dahinter nicht auch ein Stück weit Kalkül? Wer den Individualverkehr unattraktiv machen will, wer die Menschen in Elektroautos drängen möchte, für den sind explodierende Benzinpreise und leere Zapfsäulen kein Problem – sondern ein willkommener Nebeneffekt. Dass Deutschland weder über die Ladeinfrastruktur noch über die Stromerzeugungskapazitäten verfügt, um eine flächendeckende E-Mobilität zu ermöglichen, scheint die Verantwortlichen dabei wenig zu kümmern.

Der Bürger zahlt – wie immer

Am Ende trifft es wieder einmal den ganz normalen Bürger. Den Pendler, der morgens zur Arbeit fahren muss. Die Familie, die über Ostern ihre Verwandten besuchen wollte. Den Handwerker, dessen Existenz vom bezahlbaren Transport abhängt. Sie alle stehen vor Zapfsäulen, die entweder leer sind oder Preise anzeigen, die noch vor wenigen Jahren als undenkbar gegolten hätten.

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hatte versprochen, die Dinge besser zu machen als die gescheiterte Ampel. Doch wenn man sich die Spritpreispolitik anschaut, drängt sich der Verdacht auf, dass auch diese Regierung den Kontakt zur Lebensrealität der Menschen längst verloren hat. Ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur wird geplant, doch an den Zapfsäulen herrscht Mangel. Die Ironie könnte kaum bitterer sein.

Wer die Mobilität seiner Bürger einschränkt, schränkt ihre Freiheit ein. Und wer Freiheit einschränkt, sollte sich nicht wundern, wenn das Vertrauen in die Politik auf historische Tiefstände sinkt.

In Zeiten wie diesen, in denen die Kaufkraft des Euro durch Inflation und politische Fehlentscheidungen systematisch erodiert, suchen immer mehr Menschen nach Wegen, ihr Vermögen zu schützen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, welche politischen Experimente gerade auf dem Rücken der Bürger ausgetragen werden. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

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