
Atom-Drohung aus Moskau: Putin zieht bei Kaliningrad die rote Linie!

Kremlchef Wladimir Putin hat der Nato am Donnerstag offen mit dem Einsatz seines gesamten Waffenarsenals gedroht, Atomwaffen eingeschlossen. Beim Waldai-Diskussionsforum in Moskau erklärte er, ein Angriff auf die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad würde diese Frage „auf die Tagesordnung" bringen. Damit spricht nicht mehr nur ein Diplomat oder Sprecher. Die Drohung kommt jetzt von ganz oben.
Putins Worte: kalkuliert und unmissverständlich
Nach übereinstimmenden Agenturberichten sagte Putin wörtlich:
„Wenn es zu einem direkten Angriff auf Russland kommt, in diesem Fall auf Kaliningrad, wird die Frage des Einsatzes aller Arten von Waffen, über die wir verfügen, auf der Tagesordnung stehen."
Als Begründung führte er Nato-Manöver in der Ostsee an, die in dichter Folge stattfänden, außerdem Versuche, russische Schiffe festzusetzen. „Das alles ist eine Eskalation", sagte er. Gleichzeitig beteuerte er, Russland habe „nicht die Absicht, irgendjemanden anzugreifen". Werde es aber angegriffen, schlage es zurück. Das müssten auch „die Bürger der europäischen Länder" verstehen.
Ein Brief, der Brüssel aufschreckte
Vorausgegangen war ein ungewöhnlicher Schritt. Moskau schickte Anfang der Woche ein Schreiben an die Nato-Zentrale in Brüssel. Darin wirft der Kreml dem Bündnis laut Medienberichten eine „beispiellose" Eskalation rund um Kaliningrad vor. Russische Botschaften in Großbritannien, Irland und Belgien verbreiteten ähnliche Texte. Sie behaupten, die Nato bereite eine Luft- und Seeblockade der Exklave vor. Belege dafür legte Moskau nach Berichten nicht vor.
Besonders brisant ist eine Passage: Schon zu Beginn eines Konflikts seien russische Schläge gegen die „Entscheidungszentren" der Mitgliedstaaten möglich. Gemeint sind Regierungssitze, also womöglich auch Berlin. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, man wolle „Hitzköpfe in Europa" an die russische Grundhaltung erinnern. Putin selbst nannte den Brief eine Antwort auf den Versuch, Russland Angst zu machen, und keine Angstmache.
Die Nato gibt sich gelassen
Nato-Sprecherin Allison Hart bestätigte den Eingang des Schreibens. Die Aktivitäten des Bündnisses bedrohten russisches Gebiet nicht, erklärte sie, und verurteilte die „unverantwortliche" nukleare Rhetorik. Generalsekretär Mark Rutte sagte, er nehme das „nicht so ernst". Die Nato sei „so viel stärker". Ob Gelassenheit hier die klügste Strategie ist? Darüber lässt sich streiten.
Eine TV-Serie als Brandbeschleuniger
Ausgelöst haben soll den jüngsten Schlagabtausch ausgerechnet eine Fernsehproduktion. Die Sky-News-Miniserie „The Wargame" spielt einen russischen Angriff auf Großbritannien durch. Im Drehbuch genehmigt London dann auch Operationen gegen Kaliningrad. Der Kreml verurteilte die Serie scharf und liest darin eine gezielte Botschaft. Gleichzeitig werfen europäische Regierungen Moskau eine Sabotagekampagne im Baltikum und in Deutschland vor.
Für Deutschland ist das alles andere als ein fernes Theater. Kaliningrad, bis 1945 das ostpreußische Königsberg, liegt eingeklemmt zwischen Polen und Litauen. Dort, an der berüchtigten Suwalki-Lücke, steht inzwischen eine Bundeswehr-Brigade. Im Juni übte die Truppe nahe der Exklave. Deutsche Soldaten stehen damit an genau der Linie, die Putin jetzt zur nuklearen Schwelle erklärt.
Kein Frieden in Sicht
Wer auf Entspannung hofft, wird enttäuscht. Auf demselben Forum lehnte Putin einen Vorschlag aus Kiew und Washington ab, die gegenseitigen Langstreckenangriffe einzustellen, und nannte ihn „einfach lächerlich". Seine Antwort auf die erneute Nachfrage lautete: „Nein."
Mit solchen Drohungen setzt der Kreml auf Einschüchterung, und die Lage bleibt brandgefährlich. In derart unsicheren Zeiten haben sich physisches Gold und Silber über Jahrhunderte als Schutz in Krisen bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen halten wir sie gerade jetzt für eine sinnvolle Ergänzung.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen allein die Verantwortung.
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