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18.10.2026
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Drohnen-Alarm nach Leipzig: Hamburg rüstet auf, Berlin trödelt!

Drohnen-Alarm nach Leipzig: Hamburg rüstet auf, Berlin trödelt!
Symbolbild: KI-generiert

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD), derzeit Vorsitzender der Innenministerkonferenz, schlägt Alarm. In einem Zeitungsinterview sagt er, Deutschland sei bei der zivilen Verteidigung zu langsam. Seine Stadt kaufe als erstes Bundesland gleich drei neue Abwehrsysteme gegen Drohnen. Garantieren könne aber trotzdem niemand, dass wirklich jede Drohne abgefangen werde.

Leipzig: Nur ein defekter Zünder verhinderte das Schlimmste

Auslöser der Debatte ist der Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle. Am Abend des 4. August entdeckten Ermittler dort laut Medienberichten eine Drohne mit Sprengstoff, ganz in der Nähe einer ukrainischen Frachtmaschine. Detoniert sei sie offenbar nur deshalb nicht, weil der Zünder versagte.

Am 1. September machten Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) Moskau dafür verantwortlich. Als Reaktion sollen unter anderem das russische Generalkonsulat in Bonn und das „Russische Haus“ in Berlin geschlossen werden. Grote spricht von einer neuen Dimension. Ein fremder Staat habe Deutschland auf eigenem Boden angegriffen, und zwar mit einer Sprengladung. Juristisch sei man damit wohl ziemlich nah an den Verteidigungsfall herangekommen.

Was steckt dahinter? Grote zufolge will der Kreml die Unterstützung für die Ukraine schwächen. Die Deutschen sollen den Preis irgendwann für zu hoch halten.

Hightech gegen die Mobilfunk-Drohne

Hamburg will vorbauen. Die neuen Systeme des Herstellers ARGUS Interception sollen auch Drohnen erkennen und bekämpfen können, die nicht per Funk gesteuert werden. Sie sollen auch Drohnen erfassen, die über das Mobilfunknetz fliegen, wie es bei der Leipzig-Drohne der Fall war. Bei der Übung „Red Storm Charlie“ Ende September sei es im Hafen mehrfach gelungen, eine solche Drohne abzufangen, auch bei starkem Wind.

Trotzdem bleibt der Innensenator ehrlich. Er sagt:

„Ob wir zuverlässig jede Art von Drohne abfangen können, kann niemand sagen.“

Die Zuständigkeiten sind aufgeteilt. Militärische Anlagen schützt die Bundeswehr, die Flughäfen sind Sache der Bundespolizei, und die Länder kümmern sich um weitere sensible Ziele wie den Hamburger Hafen.

Berlin im Schneckentempo

Bemerkenswert wird es, wenn Grote über den Bund spricht. Seine Partei regiert dort mit, und trotzdem fällt seine Kritik deutlich aus. Das KRITIS-Dachgesetz zum Schutz kritischer Infrastruktur greife erst vollständig, wenn Verordnungen festlegen, welche Betriebe überhaupt darunterfallen. Ein Schutzraumkonzept gibt es bis heute nicht. Für die Drohnenabwehr an Flughäfen liegt nun immerhin ein Fahrplan vor.

Dazu kommt ein Problem, das an Behörden-Satire erinnert. Laut Grote nutzen Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr jeweils eigene Software für die Einsatzleitung, und diese Programme lassen sich nicht ohne Weiteres miteinander verbinden. Von 1990 bis 2022 habe man solche Fragen vernachlässigt. Jetzt müsse Deutschland aufholen. Ob das Ziel, bis 2029 zivil verteidigungsfähig zu sein, angesichts dieses Tempos realistisch ist? Zweifel sind erlaubt.

Der Staat setzt auf Ihre Eigenvorsorge

Am ehrlichsten wird Grote beim Thema Vorsorge. Es könne Phasen geben, in denen nicht jeder Haushalt ohne Unterbrechung versorgt werde. Jeder solle prüfen, ob er ohne Strom zurechtkomme und ob er Licht, Wärme, Kochmöglichkeiten, Vorräte und Wasser habe. Auch ein Notfallrucksack mit Dokumentenmappe gehöre dazu. Grote selbst hat nach eigenen Angaben einen gepackt.

Die Botschaft dahinter: Ohne Eigenverantwortung geht es im Ernstfall nicht. Wer so denkt, sichert neben Wasser und Konserven häufig auch sein Erspartes ab. Physisches Gold und Silber gelten seit Jahrhunderten als krisenfeste Werte, die unabhängig von Stromnetz, Bankserver und politischen Versprechen bestehen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie eine sinnvolle Ergänzung sein.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt unsere redaktionelle Meinung und die uns vorliegenden Informationen wieder. Bitte recherchieren Sie selbst, bevor Sie investieren. Für Ihre Anlageentscheidungen sind Sie allein verantwortlich.

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