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29.09.2026
18:12 Uhr
KI-generiert

Drohnen gegen Server: Moskau will die Ukraine digital abschalten!

Drohnen gegen Server: Moskau will die Ukraine digital abschalten!
Symbolbild: KI-generiert

Russland hat eine neue Front eröffnet, und sie verlÀuft durch ServerrÀume und Mobilfunkzentralen. In der Nacht zum Dienstag hat das russische Verteidigungsministerium nach eigenen Angaben zwei Rechenzentren in Kiew sowie zwei MilitÀrfrachter vor Odessa getroffen. PrÀsident Wolodymyr Selenskyj bestÀtigte die Angriffe auf die Schiffe, die unter fremder Flagge fuhren.

Neben der Hauptstadt lagen laut Selenskyj zehn weitere Regionen unter Beschuss. Die Botschaft aus Moskau ist deutlich: Wer die Kommunikation eines Landes lahmlegt, trifft Armee und Zivilbevölkerung zugleich.

Blutiger Montag in Kiew

Schon am Montag war die Hauptstadt schwer getroffen worden. Eine Drohne schlug in die Nationale Akademie der Wissenschaften im Zentrum Kiews ein, mindestens zwei Menschen starben. Die Akademie verurteilte den Angriff als „russischen Terror“ und „Barbarei“, der sich gegen Menschen gerichtet habe, die einfach an ihrem Arbeitsplatz gewesen seien.

Offiziellen Angaben zufolge kamen bei der Angriffswelle am Tag insgesamt mindestens sieben Menschen ums Leben, mehr als 50 wurden verletzt. Ein elfjĂ€hriges MĂ€dchen erzĂ€hlte einem US-Fernsehsender, wie sehr sie sich vor den Explosionen nahe ihrer Wohnung gefĂŒrchtet habe.

„Digitale Entgiftung“: Zynismus als Kriegsstrategie

Das Muster der letzten Tage ist kaum zu ĂŒbersehen. Am 25. September traf es ein BĂŒrogebĂ€ude in Kiew, in dem sich ein Rechenzentrum des Anbieters Datagroup befindet. Das Unternehmen gab an, seine Dienste ĂŒber Ausweichstandorte weiterbetrieben zu haben. Einen Tag spĂ€ter wurde ein Rechenzentrum von Cosmonova getroffen und musste abgeschaltet werden. Mehrere Fernsehsender fielen daraufhin aus.

Laut dem ukrainischen Digitalministerium waren zeitweise rund 100.000 Haushalte in Kiew und Umgebung ohne Internet. Am 28. September schlug eine Drohne außerdem in ein BĂŒrogebĂ€ude in Dnipro ein. Die Behörden meldeten SchĂ€den und Opfer.

Moskau begrĂŒndet die Angriffe damit, dass die Rechenzentren angeblich Geheimdienstdaten fĂŒr die ukrainischen StreitkrĂ€fte verarbeiteten und weiterleiteten. Danach veröffentlichte das Ministerium in sozialen Netzwerken das Bild einer Drohne mit der Aufschrift „Digitale Entgiftung“ und dem Kommentar „Verpflichtend!“. Wer bei so viel Zynismus noch an baldige Verhandlungsbereitschaft glaubt, dĂŒrfte es schwer haben.

Mobilfunkriesen im Fadenkreuz

Am Sonntag erwischte es dann die Zentrale von Kyivstar, dem grĂ¶ĂŸten Mobilfunkanbieter des Landes. Verletzt wurde dort Medienberichten zufolge niemand. Nach eigenen Angaben traf das russische MilitĂ€r am selben Tag auch ein Rechenzentrum von Vodafone Ukraine, dem zweitgrĂ¶ĂŸten Netzbetreiber. Alles deutet darauf hin, dass die Kampagne weitergeht.

Geran-5: Die Drohne, die kaum zu stoppen ist

Möglich macht diese Eskalation eine neue Waffengeneration. Russland setzt vermehrt die strahlgetriebene Geran-5 ein, die Berichten zufolge bis zu 600 Kilometer pro Stunde schnell ist und ĂŒber Schutz gegen elektronische Störsender verfĂŒgt. Sie Ă€hnelt eher einem Marschflugkörper als den frĂŒheren Shahed-Varianten.

Die Folgen sind dramatisch: Ein Sprecher der ukrainischen Luftwaffe erklÀrte Mitte September, man fange nur etwa 60 Prozent dieser Drohnen ab. Bei Àlteren Modellen liege die Quote bei rund 95 Prozent. Kiew muss deshalb immer hÀufiger Kampfjets gegen die neuen Drohnen einsetzen.

Eine Warnung, auch fĂŒr Deutschland

Was in Kiew passiert, sollte auch in Berlin aufhorchen lassen. Eine moderne Gesellschaft hĂ€ngt an Rechenzentren, Funkmasten und Glasfaserleitungen, von BankgeschĂ€ften ĂŒber Behörden bis zu Warn-Apps. Fallen die Server aus, steht vieles still. Hierzulande ist der Schutz dieser Infrastruktur seit Jahren eher ein Thema fĂŒr Arbeitskreise als echte Chefsache.

Der Krieg zeigt schonungslos, wie verwundbar digitale Systeme sind. Wer vorsorgen will, setzt deshalb auch auf Werte, die ohne Strom, Netz und Server bestehen. Physisches Gold und Silber gehören dazu. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie ein StĂŒck UnabhĂ€ngigkeit bringen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser muss sich selbst informieren und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr seine Anlageentscheidungen allein.

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