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06.03.2026
11:16 Uhr

Ethno-Wahlkampf der Grünen: Türkischsprachige Wähler sollen Özdemir wegen seiner Herkunft wählen

Was würde wohl geschehen, wenn eine konservative Partei in Deutschland einen Wahlkampfspot auf Deutsch veröffentlichen würde, in dem sie explizit dazu aufriefe, einen Kandidaten zu wählen, weil er deutsche Wurzeln hat? Man braucht nicht viel Phantasie, um sich den medialen Sturm der Entrüstung vorzustellen, der über das Land hinwegfegen würde. Verfassungsschutz, Rassismus-Vorwürfe, Sondersendungen bei ARD und ZDF – das volle Programm. Doch wenn die Grünen in Baden-Württemberg genau dieses Spiel treiben, nur eben mit umgekehrten Vorzeichen, herrscht in den etablierten Medien weitgehend Schweigen.

Wahlkampf auf Türkisch – ein Novum mit bitterem Beigeschmack

Kurz vor der Landtagswahl am 8. März 2026 haben die Grünen in Baden-Württemberg ein Wahlkampfvideo veröffentlicht, das es in sich hat. In dem Clip, der über die sozialen Medien verbreitet wurde, tritt der Landtagsabgeordnete Michael Joukov gemeinsam mit einer nicht näher identifizierten Grünen-Vertreterin auf. Die Begrüßung erfolgt auf Türkisch. Dann der entscheidende Satz von Joukov: Man solle am 8. März nicht nur deshalb Grün wählen, weil der Spitzenkandidat Cem Özdemir „selber türkische Wurzeln hat", sondern weil die Grünen als Ganzes für Vielfalt stünden.

Die Ironie, die in diesem kurzen Videoausschnitt steckt, ist geradezu atemberaubend. Denn unmittelbar nach dem ethnischen Wahlaufruf erklärt Joukov mit ernster Miene: „Wir schauen nicht darauf, wo jemand herkommt." Man muss sich diese Sätze auf der Zunge zergehen lassen. Erst wird die türkische Herkunft des Spitzenkandidaten als explizites Wahlargument ins Feld geführt – und im nächsten Atemzug behauptet man, die Herkunft spiele keine Rolle. George Orwell hätte seine helle Freude an diesem Doppeldenk gehabt.

Die Doppelmoral einer Partei, die sich als moralische Instanz inszeniert

Was die Grünen hier betreiben, ist nichts anderes als ein gezielter Ethno-Wahlkampf. Eine Wählergruppe wird aufgrund ihrer Abstammung angesprochen und aufgefordert, einen Kandidaten aufgrund seiner ethnischen Zugehörigkeit zu wählen. In dem türkischsprachigen Begleittext zum Video heißt es zudem, es sei „von entscheidender Bedeutung, Demokratie, Pluralismus und eine Vision für eine der Welt offene Zukunft aufrechtzuerhalten". Die Botschaft zwischen den Zeilen ist kaum zu überhören: Wer nicht Grün wählt, gefährde die Demokratie.

Diese Strategie offenbart ein fundamentales Problem, das weit über einen einzelnen Wahlkampfspot hinausreicht. Seit Jahren predigen die Grünen Integration, Zusammenhalt und das Überwinden ethnischer Kategorien. Doch wenn es um die eigene Machterhaltung geht, scheinen all diese hehren Prinzipien plötzlich verhandelbar zu sein. Dann wird die türkische Community ganz gezielt als Wählerreservoir angesprochen – und zwar nicht auf Deutsch, der Sprache des Landes, in dem gewählt wird, sondern auf Türkisch.

Was sagt das über den Stand der Integration?

Man darf sich durchaus die Frage stellen, welches Bild dieser Wahlkampfspot vom Integrationsstand türkischstämmiger Mitbürger in Deutschland zeichnet. Wenn eine Partei es für nötig hält, Wahlwerbung auf Türkisch zu schalten, dann impliziert sie damit, dass ein relevanter Teil der Zielgruppe offenbar nicht ausreichend Deutsch spricht oder versteht, um einem deutschsprachigen Wahlaufruf zu folgen. Ist das nicht eigentlich ein vernichtendes Zeugnis für Jahrzehnte gescheiterter Integrationspolitik? Ausgerechnet die Grünen, die sich stets als Vorkämpfer einer gelungenen Einwanderungsgesellschaft gerieren, entlarven mit diesem Video ihre eigene Erzählung als hohle Phrase.

Denn wer nach Jahrzehnten in Deutschland noch immer auf türkischsprachige Wahlwerbung angewiesen ist, der ist eben nicht in der deutschen Gesellschaft angekommen – zumindest nicht sprachlich. Und Sprache ist bekanntlich der Schlüssel zur Integration. Das wusste schon jeder vernünftige Politiker, bevor die Grünen das Thema für sich entdeckten und es mit ideologischem Überbau versahen.

Kopf-an-Kopf-Rennen in Baden-Württemberg

Der Hintergrund dieses fragwürdigen Manövers ist freilich durchsichtig. Bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag liefern sich CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel und Grünen-Kandidat Cem Özdemir ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Umfragen sehen beide Parteien nahezu gleichauf. Jede Stimme zählt – und offenbar sind die Grünen bereit, dafür auch Grenzen zu überschreiten, die sie bei anderen Parteien sofort als rassistisch oder völkisch brandmarken würden.

Es ist diese unerträgliche Doppelmoral, die immer mehr Bürger in Deutschland zur Verzweiflung treibt. Wenn konservative Politiker auf die Bedeutung der deutschen Leitkultur hinweisen, werden sie als Nationalisten diffamiert. Wenn aber die Grünen ethnische Zugehörigkeit als Wahlargument instrumentalisieren, soll das plötzlich ein Zeichen von „Vielfalt" sein. Diese selektive Empörung, dieses Messen mit zweierlei Maß, ist Gift für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ein Symptom einer tieferen Krise

Der türkischsprachige Wahlkampfspot der Grünen ist mehr als nur ein taktisches Manöver kurz vor einer Landtagswahl. Er ist ein Symptom einer tieferen Krise der politischen Kultur in Deutschland. Eine Partei, die vorgibt, für Gleichheit und gegen Diskriminierung zu kämpfen, betreibt selbst ethnische Mobilisierung. Eine Partei, die Integration predigt, kommuniziert mit potenziellen Wählern in einer Fremdsprache. Eine Partei, die behauptet, nicht auf die Herkunft zu schauen, macht die Herkunft ihres Spitzenkandidaten zum zentralen Wahlargument.

Deutschland braucht Politiker, die das Land einen statt es zu spalten. Die auf gemeinsame Werte setzen statt auf ethnische Sonderansprachen. Die Integration fordern und fördern, statt Parallelgesellschaften durch fremdsprachige Wahlkampagnen zu zementieren. Die Wähler in Baden-Württemberg haben am Sonntag die Gelegenheit, ein deutliches Zeichen zu setzen – für ein Deutschland, in dem nicht die Herkunft, sondern die Leistung und das Bekenntnis zu diesem Land zählen.

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