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Gold, Nord Stream, AfD: Merz-Regierung mauert vor der Hauptstadtpresse!

Gold, Nord Stream, AfD: Merz-Regierung mauert vor der Hauptstadtpresse!
Symbolbild: KI-generiert

Vier Fragen, vier Ausweichmanöver. In der Regierungspressekonferenz am 5. Oktober in Berlin ließ die Bundesregierung Fragen zu Kanzler Friedrich Merz' AfD-Vorwurf, zur Nord-Stream-Sprengung, zu den deutschen Goldreserven in New York und zu gekürzten Renten in Russland offen. Statt Antworten gab es Verweise auf andere Zuständigkeiten.

„Russische Hintermänner“ ohne Namen

Den Anfang machte eine Rede des Kanzlers. Am 1. Oktober hielt Merz in Münster die Laudatio, als die Nato den Westfälischen Friedenspreis bekam. Deutschland dürfe sich nicht spalten lassen, mahnte er, auch nicht durch die „Parolen der AfD und ihrer russischen Hintermänner“.

Wen genau meint er damit? Laut Medienberichten antwortete der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer, die Worte des Kanzlers stünden für sich. Merz sage so etwas nicht „einfach so“. Namen oder Belege nannte Meyer allerdings nicht. Ein Regierungschef erhebt bei einem offiziellen Anlass einen schweren Vorwurf gegen die Partei, die in Umfragen vorne liegt, und bleibt die Belege schuldig. Kritiker halten das für bedenklich.

Nord Stream: Das große Schweigen

Ähnlich lief es beim Thema Ostsee-Pipelines. Die Bundesanwaltschaft hat den früheren ukrainischen Offizier Serhii K. angeklagt. Er soll die Sprengung zusammen mit weiteren Militärangehörigen „im Auftrag staatlicher Stellen in der Ukraine“ geplant haben. Es gilt die Unschuldsvermutung. Kiew bestreitet, dass der Staat beteiligt gewesen sei.

Hat Merz das bei seinem Besuch in Kiew am Vortag bei Präsident Wolodymyr Selenskyj angesprochen? Darauf ging Meyer Berichten zufolge nicht ein. Er sprach stattdessen von Solidarität, Luftverteidigung und Energiesicherheit. Ob die neuen Milliardenhilfen an eine Aufklärung geknüpft werden, ließ er offen. Als Beispiel für Angriffe auf Deutschland nannte er das „Stichwort Leipzig“. Den Anschlag auf die eigene Energie-Infrastruktur erwähnte er nicht.

Deutsches Gold in New York: Bitte in Frankfurt fragen

Für Sparer war die Frage nach dem Gold am spannendsten. Die niederländische Zentralbank hat zwischen März und August 2026 rund 86 Tonnen Gold aus New York und Ottawa nach London verlagert. Als Grund nannte sie „zunehmende geopolitische Unruhen“. Im Krisenfall wolle man so schneller an die eigenen Reserven kommen.

Und Deutschland? Die Bundesbank besitzt die zweitgrößten Goldreserven der Welt. Davon lagerten nach Angaben der Notenbank Ende 2024 rund 1.236 Tonnen bei der Federal Reserve in New York, also mehr als ein Drittel. Die Regierung erklärte dazu nur, zuständig sei die Bundesbank. Eine politische Einschätzung wollte sie nicht abgeben. Dabei sprach das Verteidigungsministerium in derselben Pressekonferenz von einer „wirklich brisanten Sicherheitslage“.

Das Thema ist nicht neu. Zwischen 2013 und 2017 holte die Bundesbank nach öffentlichem Druck rund 300 Tonnen aus New York und 374 Tonnen aus Paris nach Frankfurt. Heute sieht sie nach eigener Darstellung keinen Grund für weitere Rückholungen.

200 Euro weniger: Rentner im Stich gelassen?

Medienberichten zufolge kommen bei deutschen Rentnern mit Wohnsitz in Russland seit Juni jeden Monat 200 Euro weniger an. Die beteiligte Raiffeisen Bank International verweist laut den Berichten auf strengere Prüfpflichten nach EU-Recht. Die Gebühr erhebe sie schon seit Jahresbeginn. Das Arbeitsministerium erklärte, es könne die Behauptung nicht nachvollziehen, die Renten würden unverändert ausgezahlt. Das Auswärtige Amt sieht sich nicht zuständig, obwohl es eine Antwort angekündigt hatte.

Fazit: Wer Vertrauen will, muss Antworten geben

Eine Regierung, die vor wachsenden Gefahren warnt, bittet die Bürger um Vertrauen. Wer dann nur auf andere Stellen verweist, setzt dieses Vertrauen aufs Spiel. Gerade beim Gold zeigt sich: Echte Sicherheit hat, wer selbst vorsorgt. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen eine sinnvolle Absicherung sein.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Bitte informieren Sie sich vor jeder Anlageentscheidung selbst. Für Ihre Entscheidungen sind Sie selbst verantwortlich.

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