
Heizöl-Schock: Warum Ölheizer 2026 fast 30 Prozent mehr zahlen

Der Winter wird teuer, und zwar richtig. Laut dem neuen Heizspiegel für Deutschland 2026, den die Beratungsgesellschaft co2online zusammen mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund vorgelegt hat, zahlt ein Einfamilienhaus mit Ölheizung in diesem Jahr voraussichtlich 28 Prozent mehr als 2025. Auch bei Holzpellets geht es kräftig nach oben. Nur Gaskunden bekommen eine Verschnaufpause, und die dürfte kurz ausfallen.
600 Euro mehr, einfach so
Für ein typisches Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern rechnet der Heizspiegel bei Heizöl mit 2.745 Euro im Jahr. 2025 waren es noch 2.145 Euro. Das sind rund 600 Euro mehr, obwohl im Haus niemand wärmer heizt als vorher.
Wer mit Pellets heizt, trifft es kaum besser. Die Kosten steigen laut Prognose von 1.415 auf 1.740 Euro, also um 23 Prozent. Das Deutsche Pelletinstitut meldete für September einen bundesweiten Durchschnittspreis von 454,21 Euro je Tonne bei sechs Tonnen Abnahme. Der Grund ist nicht der Staat, sondern ein knapper Holzmarkt.
Mieter trifft es ebenfalls. In einer 70-Quadratmeter-Wohnung steigen die Ölkosten laut Prognose von 1.030 auf 1.275 Euro, ein Plus von 24 Prozent. Pellets verteuern sich dort um 17 Prozent auf 860 Euro.
Iran-Krieg und CO₂-Preis treiben die Kosten
Der größte Preistreiber ist Medienberichten zufolge der Rohölmarkt. Seit dem Iran-Krieg sind die Ölpreise stark gestiegen, und die Versorgungslage bleibt angespannt. Die Unruhe im Nahen Osten kommt so direkt im deutschen Heizungskeller an.
Dazu kommt ein Kostenfaktor, den die Politik selbst geschaffen hat: die CO₂-Abgabe. Der nationale Emissionshandel gibt 2026 erstmals einen Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne vor, 2025 galt noch ein Festpreis von 55 Euro. Beim Heizöl macht der Aufschlag inklusive Mehrwertsteuer damit bis zu 20,70 Cent pro Liter aus.
Was das konkret bedeutet, zeigen Verbraucherberechnungen:
- Ölheizung, 2.000 Liter Verbrauch: 349 bis 412 Euro CO₂-Kosten pro Jahr
- Gasheizung, 20.000 Kilowattstunden: etwa 263 bis 311 Euro
Auch auf die CO₂-Abgabe wird übrigens noch Mehrwertsteuer fällig. Der Staat verdient also doppelt, während die Bürger frieren oder zahlen.
Gas: kurze Entlastung, dann wohl der nächste Anstieg
Erdgas ist die Ausnahme. Im Einfamilienhaus sollen die Kosten laut Heizspiegel von 2.040 auf 1.930 Euro sinken, ein Minus von fünf Prozent. In der Wohnung sind es vier Prozent weniger. Ein Grund ist, dass die Gasspeicherumlage im Januar 2026 weggefallen ist.
Zum Feiern ist das aber nicht. Nach Angaben von co2online könnten die zuletzt gestiegenen Großhandelspreise mit Verzögerung bei den Kunden ankommen, Ende 2026 oder 2027. Zur Erinnerung: 2025 war Gas im Einfamilienhaus bereits um 15 Prozent teurer geworden.
Das Dauerproblem ist politisch gemacht
co2online, das unter anderem vom Bundesumweltministerium unterstützt wird, erwartet, dass sich die Heizkosten für Gas- und Ölheizungen bis 2045 mehr als verdoppeln könnten. Als Ursachen nennt die Organisation steigende CO₂-Kosten, höhere Netzentgelte und die sogenannte „Bio-Treppe“. Ein großer Teil dieser Belastung ist also politisch gewollt. Welche Heizung für ein Haus die richtige ist, hängt trotzdem vom Einzelfall ab: Gebäudezustand, Verbrauch und Tarif machen oft mehr aus als jede Durchschnittszahl.
Fazit: Wer vorsorgt, bleibt handlungsfähig
Laut Heizspiegel könnten rund 90 Prozent der Haushalte sparen, im Einfamilienhaus im Schnitt bis zu 1.000 Euro im Jahr. Das hilft, ändert aber nichts an der Grundrichtung. Energie wird teurer, und die Kaufkraft sinkt. Viele Bürger setzen deshalb zur Absicherung ihres Vermögens zusätzlich auf physisches Gold und Silber, als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt unsere Meinung und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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