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23.06.2026
13:52 Uhr

Mietrechts-Wahnsinn: Wenn der Staat 11 Millionen Wohnungen vom Markt verbrennt

Mietrechts-Wahnsinn: Wenn der Staat 11 Millionen Wohnungen vom Markt verbrennt
Symbolbild: KI-generiert

Es ist das altbekannte Schauspiel: Die Politik will helfen – und richtet dabei den grĂ¶ĂŸten Schaden an. Eine neue Vermieterbefragung des EigentĂŒmerverbands Haus & Grund Deutschland fĂŒr das Jahr 2026 zeichnet ein verheerendes Bild. Sollten die von Berlin geplanten MietrechtsverschĂ€rfungen tatsĂ€chlich umgesetzt werden, droht dem deutschen Wohnungsmarkt ein Aderlass historischen Ausmaßes. Die nĂŒchternen Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache – und sie sollten jedem Mieter den Schweiß auf die Stirn treiben.

Die bittere Rechnung: Bis zu 11,2 Millionen Wohnungen auf der Kippe

Laut der Erhebung halten es 60,5 Prozent der befragten privaten Vermieter fĂŒr wahrscheinlich, ihre VermietungstĂ€tigkeit ganz oder teilweise einzustellen, sollten die geplanten Regulierungen RealitĂ€t werden. Der Wohnraum wĂŒrde dann schlicht verkauft – und damit dem Mietmarkt entzogen. Besonders alarmierend: Auf diese rĂŒckzugswilligen Vermieter entfallen sage und schreibe 77 Prozent der erfassten Wohneinheiten.

Rechnet man dies auf die rund 14,6 Millionen privat vermieteten Wohnungen in Deutschland hoch, könnten bis zu 11,2 Millionen Wohnungen verschwinden. Man lese sich diese Zahl noch einmal in Ruhe durch. In einem Land, in dem ohnehin hÀnderingend nach bezahlbarem Wohnraum gesucht wird, will die Politik die Bedingungen so weit verschÀrfen, dass diejenigen, die Wohnraum anbieten, das Handtuch werfen.

Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht

Was treibt die Große Koalition aus Union und SPD an? Offiziell geht es darum, die Umgehung der berĂŒchtigten Mietpreisbremse zu verhindern und gegen steigende Mieten vorzugehen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) brachte Ende April einen entsprechenden Gesetzentwurf durch das Kabinett. Im Visier: möbliertes Wohnen, Kurzzeitvermietungen und IndexmietvertrĂ€ge.

KĂŒnftig sollen Vermieter in angespannten MĂ€rkten einen Möblierungszuschlag nach staatlich vorgegebener Berechnungsmethode ermitteln und gesondert ausweisen. KurzzeitmietvertrĂ€ge sollen auf maximal sechs Monate begrenzt werden. BĂŒrokratisches Klein-Klein, das in Wahrheit nichts anderes bewirkt, als jeden privaten Vermieter unter Generalverdacht zu stellen.

Wer das Angebot kĂŒnstlich verknappt, treibt die Preise nach oben – das ist keine ideologische Behauptung, sondern schlichtes ökonomisches Einmaleins.

Der Markt rĂ€cht sich – immer

Die unbequeme Wahrheit, die in Berlin niemand hören will: Mietpreisbremsen, Deckel und Regulierungswut lösen kein einziges Problem. Sie verschĂ€rfen es. Wer einem Vermieter immer neue Fesseln anlegt, ihn mit BĂŒrokratie ĂŒberzieht und ihm jede unternehmerische Freiheit nimmt, der darf sich nicht wundern, wenn dieser irgendwann sagt: Es lohnt sich nicht mehr. Und genau das geschieht gerade.

Statt die Ursachen zu bekĂ€mpfen – ĂŒberbordende Bauvorschriften, explodierende Energieauflagen, eine verfehlte Zuwanderungspolitik und eine Inflation, die das Geld der BĂŒrger entwertet – kuriert man an den Symptomen herum. Das geplante 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket der Regierung Merz wird diese Inflation weiter befeuern und damit auch die Baukosten in schwindelerregende Höhen treiben. Doch statt Vertrauen zu schaffen, vergrault man die letzten privaten Investoren.

Was der mĂŒndige BĂŒrger daraus lernen sollte

Diese Entwicklung zeigt einmal mehr, wie fragil staatlich verwaltete Vermögenswerte sind. Wer sein Erspartes in regulierungsanfĂ€llige Anlageklassen wie Mietimmobilien steckt, ist dem politischen Zugriff direkt ausgeliefert. Jede neue Gesetzesnovelle, jeder neue Deckel kann den Wert ĂŒber Nacht beeinflussen. Umso wichtiger ist es, einen Teil des Vermögens in Werten zu halten, die sich dem Zugriff der Politik entziehen.

Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind seit Jahrtausenden ein bewĂ€hrter Anker in stĂŒrmischen Zeiten. Sie kennen keinen Mietendeckel, keine BĂŒrokratie und keine ideologisch motivierte VerschĂ€rfung. In einem breit gestreuten Portfolio können sie eine sinnvolle ErgĂ€nzung zur Vermögenssicherung darstellen – gerade dann, wenn der Staat anderswo das Vertrauen der BĂŒrger mit FĂŒĂŸen tritt.

In eigener Sache

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Wir betreiben keine Anlageberatung, keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Jeder Leser ist angehalten, sich vor wirtschaftlichen, rechtlichen oder steuerlichen Entscheidungen eigenstĂ€ndig zu informieren und gegebenenfalls einen qualifizierten Rechts- oder Steuerberater zu konsultieren. FĂŒr getroffene Entscheidungen trĂ€gt jeder Anleger die alleinige Verantwortung.

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