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Kettner Edelmetalle
26.09.2026
21:58 Uhr
KI-generiert

Neuer Software-Schock bei Boeing: Autopilot-Panne in der 737 MAX!

Neuer Software-Schock bei Boeing: Autopilot-Panne in der 737 MAX!
Symbolbild: KI-generiert

Boeing hat schon wieder ein Problem mit der 737 MAX. Der US-Flugzeugbauer bestätigte am Samstag einen Bericht des „Wall Street Journal“, wonach ein Softwarefehler die automatische Landenavigation des Bestsellers lahmlegen kann. Zwei der größten US-Airlines haben bereits reagiert und wollen die neue Programmversion vorerst nicht an Bord haben.

Wenn der Autopilot im falschen Moment aussetzt

Laut dem Zeitungsbericht tritt der Fehler nach einem Software-Update auf. Kritisch wird es, wenn die Crew einen Landeanflug abbricht und danach die geplante Flugroute ändert. Genau dann können einzelne Autopilot-Funktionen ausfallen.

In diesem Fall müssten die Piloten die Maschine von Hand fliegen. Das Timing könnte kaum ungünstiger sein. Ein Durchstartmanöver gehört zu den arbeitsintensivsten Phasen eines Fluges: niedrige Höhe, hohe Arbeitslast und oft schlechtes Wetter, das den Abbruch überhaupt erst nötig gemacht hat.

Laut dem Bericht hat Boeing alle Betreiber der 737 schon Ende August informiert. Dabei habe der Konzern das Problem nicht als Sicherheitsrisiko eingestuft und auf bestehende Verfahren verwiesen, mit denen Piloten solche Lagen sicher bewältigen könnten. Ingenieure arbeiteten an einer dauerhaften Lösung. Die soll Medienberichten zufolge aber erst Anfang 2028 kommen.

Airlines ziehen die Notbremse

Die Kunden verlassen sich offenbar nicht auf die Beschwichtigungen. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, haben Southwest Airlines und United Airlines Boeing gebeten, vorerst keine neuen Jets mit der betroffenen Software auszuliefern. Beide Airlines fordern stattdessen die ältere Version.

Alaska Airlines, American Airlines, Southwest und United versichern laut dem Bericht, derzeit fliege keine ihrer MAX-Maschinen mit der fehlerhaften Software. Die Rückkehr zur alten Programmversion ist demnach möglich.

Boeing weiß nicht, wie viele Jets betroffen sind

Beunruhigend ist ein anderes Detail: Wie viele Flugzeuge das fehlerhafte Programm weltweit nutzen, weiß Boeing offenbar selbst nicht. Airlines müssen dem Hersteller nicht melden, wann sie ein Update aufspielen. Nach Daten des Analysehauses Cirium sind weltweit 2.422 Maschinen der Typen MAX 8 und MAX 9 im Einsatz.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA erklärte, sie arbeite eng mit Boeing und den Fluggesellschaften zusammen. Bei Sicherheitsbedenken werde man sofort handeln.

Eine Pannenserie ohne Ende?

Für Boeing kommt die Meldung zur Unzeit. Der Name 737 MAX steht seit Jahren für eine der schwersten Krisen der zivilen Luftfahrt. Bei zwei Abstürzen in Indonesien 2018 und Äthiopien 2019 starben 346 Menschen. Damals spielte ebenfalls eine fehlerhafte Automatik eine zentrale Rolle, die Steuerungssoftware MCAS. Danach galt für den Typ fast zwei Jahre lang ein weltweites Flugverbot.

Im Januar 2024 folgte der nächste Schreck. Bei einer fast neuen Maschine von Alaska Airlines brach mitten im Flug ein Rumpfteil heraus. Seitdem beobachten die Aufsichtsbehörden den Konzern genau, und das Vertrauen von Airlines und Passagieren ist spürbar angeknackst.

Beobachter sehen in dem neuen Fall ein bekanntes Muster: Boeing informiert, relativiert und verspricht eine Lösung, die Jahre auf sich warten lässt. Ob das für einen Weltkonzern reicht, der jahrzehntelang als Inbegriff amerikanischer Ingenieurskunst galt? Immerhin kämpft auch der europäische Rivale Airbus Berichten zufolge gerade mit einem Qualitätsproblem bei seinem Verkaufsschlager A321neo.

Vertrauen lässt sich nicht per Update installieren

Eine akute Gefahr sehen Boeing und die Airlines derzeit nicht. Trotzdem wirft der Fall unbequeme Fragen auf. Warum gelangt eine fehlerhafte Software überhaupt in die Flotte? Und warum weiß der Hersteller nicht, wo sie installiert ist?

Eines zeigt der Fall schon jetzt: Das Vertrauen der Kunden gewinnt Boeing nicht mit Rundschreiben zurück. Dafür braucht es Qualität, die sich über Jahre im Alltag beweist. Bis dahin bleibt jede neue Meldung zur 737 MAX ein Stresstest für den Konzern.

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