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15.10.2026
06:12 Uhr
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Preisschock im Großhandel: Rollt die nächste Inflationswelle an?

Preisschock im Großhandel: Rollt die nächste Inflationswelle an?
Symbolbild: KI-generiert

Das Statistische Bundesamt hat am Mittwoch Zahlen veröffentlicht, die aufhorchen lassen. Die Großhandelspreise in Deutschland lagen im September 2026 um 8,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Einen stärkeren Anstieg hatten die Statistiker zuletzt im Februar 2023 gemessen. Hauptgrund ist der Krieg im Iran. Für die Verbraucher dürfte das Schlimmste noch bevorstehen.

Eine Kurve, die nur eine Richtung kennt

Der Großhandelspreisindex findet in der Öffentlichkeit meist wenig Beachtung. Dabei gehört er zu den besten Frühwarnsystemen für die Inflation. Was Händler heute mehr bezahlen, landet morgen auf dem Kassenzettel im Supermarkt, an der Zapfsäule oder auf der Heizölrechnung.

Die Entwicklung der vergangenen Monate ist eindeutig: Im Juli lag die Jahresrate bei 5,3 Prozent, im August bei 6,8 Prozent und jetzt bei 8,7 Prozent. Allein von August auf September stiegen die Preise laut Destatis um 1,9 Prozent. In nur einem Monat ist das ein gewaltiger Sprung. Die offizielle Inflationsrate lag im September bei 3,3 Prozent. Das klingt fast harmlos, aber wie lange noch?

Öl als Brandbeschleuniger

Der größte Preistreiber ist eindeutig: Mineralölerzeugnisse waren im Großhandel 48,8 Prozent teurer als vor einem Jahr. Allein im Vergleich zum August lag das Plus bei 10,5 Prozent. Nach Angaben der Wiesbadener Statistiker gehen diese Preissprünge weiterhin auf die Kampfhandlungen im Iran und im Nahen Osten zurück, die seit dem Frühjahr die Energiemärkte durcheinanderbringen.

Aber nicht nur Öl ist teurer geworden. Der Preisdruck hat sich längst über die gesamte Wirtschaft ausgebreitet:

  • Nicht-Eisen-Erze, -Metalle und -Halbzeug: +24,9 Prozent zum Vorjahr
  • Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel: +19,3 Prozent, davon allein +6,5 Prozent zum Vormonat
  • Chemische Erzeugnisse: +16,4 Prozent
  • Computer und Peripheriegeräte: +12,1 Prozent

Günstiger nur auf den ersten Blick

Billiger als vor einem Jahr waren nur einzelne Lebensmittelgruppen. Lebende Tiere kosteten 15,1 Prozent weniger, Milch, Eier und Speisefette 9,7 Prozent weniger, Fleisch 6,0 Prozent weniger. Der Haken: Gegenüber dem August zogen die Preise in allen drei Gruppen wieder an, bei lebenden Tieren sogar um 5,0 Prozent. Die Entlastung schmilzt also bereits.

Warum die Teuerung noch nicht ganz angekommen ist

Händler geben höhere Großhandels- und Erzeugerpreise erfahrungsgemäß nur zum Teil an die Endkunden weiter. Deshalb steigen die Verbraucherpreise meist weniger stark. Ein Teil wird über die Margen aufgefangen, und manches kommt erst mit Verzögerung beim Kunden an. Die Richtung ist trotzdem klar. Die Erzeugerpreise lagen bereits im August 4,6 Prozent über dem Vorjahr.

Viele Bürger erinnern sich noch gut an die Jahre 2022 und 2023. Damals ließen explodierende Energiepreise die Inflation in Deutschland auf fast neun Prozent steigen. Die Kaufkraft von Löhnen, Renten und Ersparnissen ging deutlich zurück. Wiederholt sich die Geschichte jetzt?

Der Staat als Mitspieler

Die Bundesregierung sollte die Signale ernst nehmen. Stattdessen wächst der Schuldenberg mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen weiter. Kritiker warnen seit Langem, dass eine immer lockerere Haushaltspolitik den Inflationsdruck verstärkt, statt ihn zu bremsen. Die Rechnung zahlen am Ende Sparer, Familien und Rentner, also diejenigen, die nicht ausweichen können.

Wer sein Vermögen gegen schleichende Geldentwertung schützen will, muss selbst vorsorgen. Physisches Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als stabiler Wertspeicher bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie in unruhigen Zeiten ein wichtiger Anker sein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte eigene Recherchen anstellen und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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