
Raketentreffer in Hormus: Verschweigt das Pentagon verletzte Marines?

Acht US-Marines sind Mitte September bei einem iranischen Marschflugkörper-Angriff in der Straße von Hormus verletzt worden. Das berichtet NBC News unter Berufung auf drei US-Beamte. Öffentlich wurde das allerdings erst fast zwei Wochen später. In der offiziellen Verluststatistik des Pentagons tauchten die Männer zudem ohne jede Erklärung auf.
37 Verwundete mehr und kein Wort dazu
Ins Rollen brachte die Sache die Washington Post. Am 25. September berichtete sie, das Verteidigungsministerium habe seine öffentliche Zählung der im Iran-Krieg verwundeten Soldaten stillschweigend um 37 erhöht. Darunter seien 29 Navy-Matrosen und acht Marines, wie ein Abgleich mit der Pentagon-Datenbank DCAS ergeben habe.
Eine Pressemitteilung gab es nicht, ebenso wenig eine Stellungnahme. Die Zahlen erschienen einfach in einer Tabelle. Man kann das Verwaltungsroutine nennen. Kritiker sprechen eher von einer Informationspolitik nach dem Motto: bloß kein Aufsehen.
Gehirntrauma, Rauchvergiftung und ein rätselhaftes Schiff
Den NBC-Quellen zufolge ereignete sich der Angriff am 14. September. Betroffen gewesen seien sieben Mannschaftsdienstgrade und ein Offizier. Sie hätten Rauch eingeatmet und möglicherweise Schädel-Hirn-Traumata erlitten, denn sie hätten Symptome einer Gehirnerschütterung wie Kopfschmerzen gezeigt. Schwer verletzt sei keiner gewesen, alle seien bald in den Dienst zurückgekehrt.
Brisant ist ein Detail: Die Marines sollen nicht an Bord eines Navy-Schiffs gewesen sein. Die Beamten sprachen nur von einem „maritime vessel“, also einem Wasserfahrzeug ohne nähere Angabe. Die Marines hätten zu einem Bataillons-Landungsteam gehört. Laut der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO wurde am selben Tag in der Meerenge ein Frachtschiff von einem Projektil getroffen. Ob US-Soldaten auf zivilen Schiffen stationiert sind, wollten die Beamten Berichten zufolge nicht sagen.
Soldaten als Geleitschutz für Öltanker?
Beobachter vermuten deshalb, dass Marines direkt auf Tankern mitfahren, die unter dem Schutz der US-Marine durch die Straße von Hormus gebracht werden. Joe Kent, früher Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung unter Trump, äußerte sich scharf. Falls der Bericht stimme, setze Washington US-Soldaten als Geleitschutz für Öltanker ein, und zwar in einer Meerenge, durch die das Öl vor diesem Krieg ungehindert geflossen sei. Kent nannte das ein leichtsinniges Spiel mit amerikanischen Leben.
Der Krieg ist offiziell vorbei, die Opferzahlen steigen weiter
Die Operation „Epic Fury“ begann am 28. Februar 2026. Kriegsminister Pete Hegseth und die Generalität zeichneten Kritikern zufolge schon in den ersten Wochen ein deutlich freundlicheres Bild der Lage, als es die Realität hergab. Am 7. Juli erklärte die Regierung die Operation dann für beendet.
Beendet hat sie aber nichts. Nach Pentagon-Daten, die das Portal The Intercept ausgewertet hat, entfallen von 880 getöteten oder verwundeten US-Soldaten 444 auf die Zeit nach dem angeblichen Ende. Military.com zählt inzwischen 18 Tote und mehr als 800 Verwundete. Ein iranischer Funktionär prahlte Medienberichten zufolge, eine neue Anti-Schiffs-Rakete habe den Amerikanern „die Hölle“ bereitet.
Warum das auch deutsche Sparer angeht
Durch die Straße von Hormus läuft ein großer Teil des weltweiten Ölhandels. Jeder Raketeneinschlag dort macht Energie teurer, schürt die Inflation und belastet eine deutsche Industrie, die unter hohen Stromkosten ohnehin schon leidet. Hinzu kommt der Umgang mit den Zahlen: Die Verletzten wurden erst nach zehn Tagen gemeldet und dann ohne jeden Kommentar in die Statistik eingetragen. Das schadet dem Vertrauen in offizielle Lageberichte.
Wer sich auf solche Berichte nicht allein verlassen will, setzt auf Werte, die kein Ministerium schönrechnen kann. Physisches Gold und Silber haben sich in geopolitischen Krisen immer wieder als Stabilitätsanker bewährt und können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sinnvoll sein.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.
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