
Vertrauensverlust historischen AusmaĂes: Merz scheitert am eigenen Versprechen

Es ist ein verheerendes Zeugnis, das die Deutschen ihrer Regierung ausstellen. Das jĂŒngste ZDF-Politbarometer liest sich wie ein politischer Nachruf auf den vielbeschworenen "Politikwechsel", den Friedrich Merz im Wahlkampf so vollmundig versprochen hatte. 71 Prozent der BĂŒrger attestieren der schwarz-roten Koalition eine miserable Arbeit â ein Wert, der jeden anderen Kanzler lĂ€ngst zum RĂŒcktritt bewogen hĂ€tte. Doch im Berliner Regierungsviertel scheint man die Augen fest verschlossen zu halten.
Reformwille ja â aber bitte ohne diese Regierung
Besonders bemerkenswert ist der Befund, der sich wie ein roter Faden durch die Erhebung zieht: Die Deutschen sind keineswegs reformmĂŒde. Im Gegenteil. Sage und schreibe 89 Prozent halten grundlegende Reformen fĂŒr unverzichtbar â selbst dann, wenn diese mit finanziellen Einschnitten verbunden wĂ€ren. Eine bemerkenswerte Bereitschaft eines Volkes, das von seinen Politikern jahrzehntelang im Glauben gelassen wurde, der Wohlstand sei eine Naturkonstante.
Doch nur jeder vierte BĂŒrger glaubt ĂŒberhaupt noch daran, dass diese Koalition bis zum Sommer Reformen bei Steuern, Arbeitsmarkt und Rente vorlegen wird. 75 Prozent rechnen mit gar nichts mehr. Das ist der wahre Skandal: Die BĂŒrger sind weiter als ihre Regierung. Sie wĂ€ren zu Opfern bereit â nur traut man der politischen Klasse lĂ€ngst nicht mehr zu, diese Opfer sinnvoll einzusetzen.
Die AfD bleibt vorne â trotz aller Verteufelung
WĂ€re am kommenden Sonntag Bundestagswahl, kĂ€me die Union auf nur noch 24 Prozent â der schlechteste Wert seit vier Jahren. Die AfD liegt mit 26 Prozent weiterhin an der Spitze, obwohl von politischer Konkurrenz und einem GroĂteil der Medien seit Monaten alles versucht wird, sie zu marginalisieren. Die SPD verharrt bei desolaten zwölf Prozent. Schwarz-Rot hĂ€tte rechnerisch keine Mehrheit mehr. Ein politisches Desaster fĂŒr eine Regierung, die gerade einmal seit einem Jahr im Amt ist.
Interessant ist auch die Schieflage in der Berichterstattung ĂŒber die AfD: 72 Prozent sollen sie als "Gefahr fĂŒr die Demokratie" sehen â doch wer dauerhaft mit dieser Etikettierung beschallt wird, ĂŒbernimmt sie irgendwann reflexartig. Dass die Partei dennoch konstant an der Spitze steht, zeigt: Die BĂŒrger durchschauen das Spiel.
Pistorius fÀllt, Merz fÀllt tiefer
Auch das Beliebtheitsranking liest sich wie eine politische Bestandsaufnahme im freien Fall. Selbst Verteidigungsminister Boris Pistorius, lange der Liebling der Demoskopen, rutscht auf seinen Tiefstwert. Kanzler Merz kommt nur noch auf minus 1,7 â die schlechteste Bewertung seiner bisherigen Amtszeit. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche teilt sein Schicksal mit demselben Wert. Wer hĂ€tte gedacht, dass die Union einmal nostalgisch auf die Beliebtheitswerte der spĂ€ten Merkel-Jahre zurĂŒckblicken wĂŒrde?
Schulden statt Substanz
Es ist kein Wunder, dass der Frust derart explodiert. Friedrich Merz war angetreten mit dem Versprechen, keine neuen Schulden zu machen. Stattdessen wurde ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen durchgepeitscht, die KlimaneutralitĂ€t bis 2045 ins Grundgesetz zementiert â Verpflichtungen, die nachfolgende Generationen ĂŒber Steuern, Abgaben und Inflation abstottern mĂŒssen. Das ist kein Politikwechsel, das ist die Fortsetzung der Ampel mit anderen Etiketten.
WĂ€hrend die Regierung Milliarden in fragwĂŒrdige GroĂprojekte und nun auch noch in weitere Ukraine-Hilfen in Höhe von mindestens 90 Milliarden Euro lenken will, kĂ€mpft der deutsche Mittelstand mit explodierenden Energiekosten, einer ĂŒberbordenden BĂŒrokratie und einer Steuerlast, die jeden Investitionsanreiz erstickt. Der BĂŒrger spĂŒrt: Es geht nicht voran, es geht abwĂ€rts.
Was bleibt dem klugen BĂŒrger?
Wenn das Vertrauen in die politische FĂŒhrung derart erodiert, wenn die Staatsverschuldung in astronomische Höhen getrieben wird und die Inflation als unausweichliche Folge bereits am Horizont sichtbar ist, dann stellt sich fĂŒr jeden vorsorgenden BĂŒrger die Frage: Wie schĂŒtze ich mein hart erarbeitetes Vermögen? Die Antwort kennen Generationen vor uns bereits. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben in jeder WĂ€hrungs- und Vertrauenskrise der Geschichte ihren Wert bewahrt â im Gegensatz zu politischen Versprechen, die in Berlin offenbar so schnell verfallen wie das Bedrucken des Papiers gedauert hat.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geĂ€uĂerten EinschĂ€tzungen spiegeln die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wider. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und Anlageentscheidungen eigenverantwortlich zu treffen. Eine Haftung fĂŒr etwaige VermögensschĂ€den wird ausdrĂŒcklich ausgeschlossen.
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