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11.09.2025
09:16 Uhr

Bahn-Chaos ohne Ende: Pendler werden weiter im Stich gelassen

Die Deutsche Bahn fĂŒhrt ihre Kunden einmal mehr hinters Licht. Das vollmundige Versprechen, nach den monatelangen Totalsperrungen bei Generalsanierungen wĂŒrden Pendler fĂŒnf Jahre lang von weiteren Baustellen verschont bleiben, entpuppt sich bereits jetzt als dreiste Mogelpackung. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa plant der Staatskonzern schon wieder zahlreiche neue Sperrungen – und das deutlich vor Ablauf der versprochenen Schonfrist.

Versprechen gebrochen, bevor die Tinte trocken ist

Was fĂŒr eine Überraschung! Die Bahn, die es nicht einmal schafft, ihre ZĂŒge pĂŒnktlich fahren zu lassen, kann auch ihre eigenen Zusagen nicht einhalten. Der Grund fĂŒr die neuerlichen Baustellen sei die Leit- und Sicherheitstechnik, heißt es. Elektronische Stellwerke, die eigentlich wĂ€hrend der Generalsanierung installiert werden sollten, mĂŒssten nun nachtrĂ€glich in Betrieb genommen werden. Das bedeute "nur" etwa eine Woche zusĂ€tzliche EinschrĂ€nkungen pro Strecke – sofern danach alles funktioniert. Ein großes "Wenn" bei einem Unternehmen, das ZuverlĂ€ssigkeit offenbar als Fremdwort betrachtet.

Doch damit nicht genug: Nach dpa-Informationen wurden auch Baumaßnahmen angemeldet, die zu deutlich lĂ€ngeren Sperrungen fĂŒhren könnten. Die Bahn windet sich mit Ausreden ĂŒber "regelmĂ€ĂŸige Instandhaltungsarbeiten" und "kontinuierliche Pflege der Vegetation". Als ob man diese Arbeiten nicht wĂ€hrend der monatelangen Totalsperrung hĂ€tte erledigen können!

Ein Konzept zerfÀllt zu Staub

Das gesamte Konzept der Generalsanierung gleicht mittlerweile einem Kartenhaus im Sturm. UrsprĂŒnglich versprach man den geplagten Pendlern acht bis zehn Jahre Ruhe nach den Bauarbeiten. Dann wurden es plötzlich nur noch fĂŒnf Jahre. Die geplante Bauzeit von sechs Monaten pro Strecke? Auch Makulatur! FĂŒr die Strecke Hamburg-Berlin benötigt die Bahn sage und schreibe neun Monate.

Und als wĂ€re das nicht genug der Hiobsbotschaften: Statt 2031 soll die letzte Generalsanierung nun erst 2036 abgeschlossen sein. Eine Verzögerung von fĂŒnf Jahren! In der freien Wirtschaft wĂŒrde ein solches Projektmanagement zu sofortigen Konsequenzen fĂŒhren. Doch bei der Bahn? Business as usual.

Die wahren Leidtragenden: Millionen von Pendlern

WĂ€hrend sich die Bahn-Manager in ihren klimatisierten BĂŒros die nĂ€chsten Ausreden zurechtlegen, stehen Millionen von Pendlern tĂ€glich auf ĂŒberfĂŒllten Bahnsteigen. Sie warten auf verspĂ€tete ZĂŒge, kĂ€mpfen sich durch Schienenersatzverkehr und jonglieren ihre Termine um immer neue Baustellen herum. Das marode Schienennetz, Hauptgrund fĂŒr die katastrophale PĂŒnktlichkeitsquote im Fernverkehr, sollte durch die Generalsanierungen endlich auf Vordermann gebracht werden. Doch was als "Befreiungsschlag" angekĂŒndigt wurde, entwickelt sich zum Dauerschlag ins Gesicht der FahrgĂ€ste.

Die Bahn beweist einmal mehr, dass sie nicht in der Lage ist, ein funktionierendes Transportsystem zu betreiben. WĂ€hrend in anderen LĂ€ndern HochgeschwindigkeitszĂŒge pĂŒnktlich und zuverlĂ€ssig verkehren, versinkt Deutschland im Bahn-Chaos. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hatte versprochen, die Infrastruktur zu modernisieren. Doch statt echter Reformen pumpt man weiter Milliarden in ein System, das offensichtlich nicht funktioniert.

Zeit fĂŒr radikale VerĂ€nderungen

Es wird höchste Zeit, dass die Politik endlich Konsequenzen zieht. Wie lange wollen wir uns noch von einem Staatskonzern vorfĂŒhren lassen, der weder seine Versprechen hĂ€lt noch einen vernĂŒnftigen Service bietet? Die Pendler dieses Landes haben besseres verdient als ewige Baustellen und gebrochene Zusagen. Vielleicht sollte man sich einmal Gedanken ĂŒber alternative Anlageformen machen – physische Edelmetalle beispielsweise halten wenigstens, was sie versprechen, und verlieren nicht stĂ€ndig an Wert wie das Vertrauen in die Deutsche Bahn.

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