
Billionen-Schock aus Brüssel: EU-Schulden explodieren um das 14-Fache!

Der Europäische Rechnungshof schlägt Alarm: Die gemeinsamen Schulden der Europäischen Union könnten bis Ende 2027 auf rund eine Billion Euro steigen. Das geht aus dem Bericht hervor, den die Luxemburger Prüfer Anfang Oktober vorgelegt haben. Für Deutschland als größten Nettozahler ist das eine Warnung, die man nicht überhören sollte.
Von 52 Milliarden auf fast 740 Milliarden
Die Zahlen sind wuchtig. 2019, also vor Corona, stand die EU mit 52,1 Milliarden Euro in der Kreide. 2025 waren es bereits 738,9 Milliarden Euro. Das ist ungefähr vierzehnmal so viel in nur sechs Jahren.
Jahrzehntelang galten gemeinsame Schulden in Brüssel als Ausnahme für den Notfall. Unter Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sind sie zum Standardwerkzeug geworden. Kritiker halten das für eine Finanzpolitik nach dem Motto „Hauptsache, das Geld fließt“.
Corona-Topf, Ukraine, Aufrüstung: Die drei großen Schuldentreiber
Der größte Brocken ist NextGenerationEU, der Wiederaufbaufonds nach der Pandemie. Die Kommission besorgt sich das Geld an den Kapitalmärkten und gibt es über die Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) als Zuschüsse und Kredite an die Mitgliedstaaten weiter. Hinzu kommt das Kurzarbeitsprogramm SURE mit 100 Milliarden Euro, das größtenteils aus Krediten bestand, die die Staaten nun zurückzahlen müssen.
Seit Russlands Überfall auf die Ukraine 2022 kommt immer mehr dazu. Über Makrofinanzhilfen, die Ukraine-Fazilität und weitere Instrumente fließen Milliarden nach Kiew. Zuletzt haben sich die Mitgliedstaaten auf ein weiteres schuldenfinanziertes Paket über 90 Milliarden Euro für 2026 und 2027 geeinigt. Ungarn, die Slowakei und Tschechien machen dabei nicht mit.
Dazu kommt das Rüstungsprogramm SAFE: bis zu 150 Milliarden Euro an günstigen Krediten für Waffenkäufe, ebenfalls über EU-Anleihen finanziert.
Der feine Unterschied, der den Steuerzahler trifft
Kredite zahlen die Empfängerstaaten selbst zurück. Die Zuschüsse aus dem Corona-Fonds dagegen werden aus dem EU-Haushalt bedient, also auch mit deutschem Steuergeld. Die Tilgung beginnt 2028 und soll spätestens 2058 abgeschlossen sein. Unsere Enkel zahlen also noch für die Pandemiepolitik von gestern.
Die Zinsfalle schnappt zu
Brüssel kann fällige Anleihen zwar mit neuen Anleihen ablösen. Damit hängt der Haushalt aber an den Launen der Finanzmärkte. Ursprünglich waren für 2021 bis 2027 rund 14,9 Milliarden Euro für Zinsen auf die NGEU-Schulden eingeplant. Inzwischen rechnet der Rechnungshof mit bis zu 28,3 Milliarden Euro, also etwa dem Doppelten.
Für 2028 bis 2034 schätzen die Prüfer die Zinslast laut Medienberichten auf bis zu 93 Milliarden Euro. Das Geld fehlt dann für Bauern, Straßen und Forschung. Das deutsche Rechnungshof-Mitglied Daniel Caspary erwarte mittelfristig eine deutliche Erhöhung der nationalen Beiträge, „insbesondere auch für Deutschland als größten Nettozahler“.
Die Schulden „reduzieren die Spielräume und üben einen dauerhaften Druck auf den europäischen Haushalt aus“.
So wird Rechnungshof-Mitglied Pierre Moscovici in französischen Medien zitiert.
Und Berlin?
Ganz nebenbei haben die Prüfer auch festgestellt, dass rund 3,8 Prozent der EU-Ausgaben fehlerhaft waren. Das sind etwa 6,7 Milliarden Euro, bei denen gegen Vorschriften verstoßen wurde. Trotzdem plant die Kommission für 2028 bis 2034 einen Haushalt von fast zwei Billionen Euro. Die Bundesregierung fordere zwar einen kleineren Etat. Doch mit ihrem eigenen 500-Milliarden-Sondervermögen fällt es Kanzler Merz schwer, anderen Sparsamkeit zu predigen.
Der Rechnungshof stellt klar: Das sind echte Schulden, die zurückgezahlt werden müssen. Wenn sich Staaten und Staatenbünde immer tiefer verschulden, steigt erfahrungsgemäß der Druck auf die Währung. Viele Sparer setzen deshalb auf physisches Gold und Silber. Edelmetalle hängen nicht von Zahlungsversprechen ab und eignen sich als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder. Bitte informieren Sie sich selbst, bevor Sie Geld anlegen. Für Ihre Anlageentscheidungen sind Sie selbst verantwortlich.
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