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Kettner Edelmetalle
09.01.2025
07:04 Uhr

DAX im Spannungsfeld: Trump-Drohungen und US-Börsen bremsen Rekordjagd

Die deutsche Börse erlebte am Mittwoch eine turbulente Berg- und Talfahrt, die symptomatisch fĂŒr die aktuelle NervositĂ€t der MĂ€rkte steht. WĂ€hrend der DAX zeitweise bis auf 20.480 Punkte kletterte und damit nur knapp am historischen Höchststand von 20.522 Punkten vorbeischrammte, sorgte die schwĂ€chelnde Wall Street letztlich fĂŒr einen ernĂŒchternden Handelsschluss bei 20.329 Punkten.

Trump als Spielverderber an den MĂ€rkten

Wie ein Damoklesschwert schwebt die drohende RĂŒckkehr Donald Trumps ins Weiße Haus ĂŒber den internationalen FinanzmĂ€rkten. Der selbsternannte Dealmaker sorgt bereits Monate vor seinem möglichen Amtsantritt fĂŒr erhebliche Unruhe. Besonders brisant: Medienberichten zufolge erwĂ€gt Trump die Ausrufung des Notstands, um seine protektionistischen Importzölle durchzupeitschen - ein Szenario, das sowohl die Wall Street als auch den deutschen Leitindex erschaudern lĂ€sst.

Anleiherenditen als zusÀtzlicher Belastungsfaktor

Die Situation wird durch die steigenden Renditen am US-Anleihemarkt zusĂ€tzlich verschĂ€rft. Die Entwicklung erinnert fatal an vergangene Episoden, in denen Ă€hnliche Renditebewegungen zu regelrechten Mini-Crashs an den AktienmĂ€rkten fĂŒhrten. Die NervositĂ€t der Anleger ist förmlich mit HĂ€nden zu greifen.

Fed-Protokoll ohne Überraschungen

Das nach Börsenschluss veröffentlichte Protokoll der US-Notenbank Federal Reserve brachte keine neuen Impulse. Die WĂ€hrungshĂŒter signalisierten lediglich eine behutsame geldpolitische Lockerung fĂŒr das kommende Jahr - eine Aussicht, die die MĂ€rkte bereits Mitte Dezember mit deutlichen Kursverlusten quittierten.

"Die aktuelle Marktsituation gleicht einem Tanz auf dem Vulkan. Einerseits lockt das Rekordhoch, andererseits drohen politische Verwerfungen und geldpolitische Unsicherheiten die Party jÀh zu beenden."

Technische Perspektiven fĂŒr den DAX

FĂŒr eine Fortsetzung der AufwĂ€rtsbewegung mĂŒsste sich der deutsche Leitindex zunĂ€chst oberhalb der kritischen Marke von 20.242 Punkten stabilisieren. Ein Durchbruch ĂŒber 20.360 Punkte könnte dann den Weg zum Rekordhoch ebnen. Allerdings fehlt derzeit das notwendige Momentum, weshalb im Bereich um 20.522 Punkte mit verstĂ€rkten Gewinnmitnahmen zu rechnen ist.

Die MĂ€rkte befinden sich derzeit in einer Ă€ußerst fragilen Phase, in der politische GroßmĂ€uler und geldpolitische Entwicklungen das zarte PflĂ€nzchen der Börsenrally jederzeit zertrampeln könnten. Anleger tun gut daran, ihre Positionen mit Bedacht zu wĂ€hlen und sich nicht von der Gier nach neuen Rekorden blenden zu lassen.

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