
Feuer im Nadelöhr Hormus: Iran attackiert Gastanker und droht mit Strafe!

Die Straße von Hormus brennt wieder. Irans Revolutionsgarden (IRGC) haben am Freitag nach eigenen Angaben einen Flüssiggastanker in der Meerenge angegriffen. Gleichzeitig kündigen sie an, künftig jedes Schiff zu „bestrafen“, das gegen ihre Regeln verstößt, und zwar auch außerhalb der Wasserstraße. Die Ölpreise zogen sofort an.
Laut iranischen Staatsmedien soll der LPG-Tanker versucht haben, die Engstelle „illegal“ zu durchfahren. An Bord sei ein Großbrand ausgebrochen. Unabhängig bestätigen ließen sich diese Angaben zunächst nicht.
Zweiter Treffer vor den Emiraten
Es blieb nicht bei einem Vorfall. Die britische Behörde für Seehandelssicherheit UKMTO meldete einen weiteren Zwischenfall rund 13 Seemeilen westlich von Al Jazeera in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Schiff sei dort von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden. Das Feuer an Bord sei inzwischen gelöscht.
Ähnliche Angriffe hatte es schon Anfang der Woche gegeben. Wie mehrere Medien unter Berufung auf das „Wall Street Journal“ berichten, griff Teheran in der vergangenen Woche mindestens acht Schiffe an. Das war offenbar die Antwort darauf, dass im September wieder deutlich mehr Tanker durch die Meerenge fuhren.
Washington feiert, Teheran zündelt
Das Timing wirkt bitter. Erst vor Kurzem hatten Vertreter des Weißen Hauses stolz darauf verwiesen, dass unter dem Schutz der US-Navy Öl in Rekordmengen durch die Meerenge fließe. Medienberichten zufolge lagen die Rohölexporte im September zeitweise sogar wieder auf dem Niveau von vor dem Krieg. Beide Kriegsparteien behaupten bis heute, die Wasserstraße zu „kontrollieren“. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus.
Der Ölmarktanalyst Rory Johnston schätzt laut Medienberichten, dass die Liefermengen seit der neuen Angriffswelle um zwei bis drei Millionen Barrel pro Tag gesunken sind. Ohnehin seien die hohen Exporte teuer erkauft gewesen. Eine Hin- und Rückfahrt durch Hormus koste Golf-Produzenten 30 bis 40 Millionen Dollar. Das entspricht 15 bis 20 Dollar je Fass, Versicherung noch nicht eingerechnet. Nach Angaben der „New York Times“ sollen im September etwa zwei Dutzend Seeleute bei Angriffen ums Leben gekommen sein.
Trumps Wahlkampf-Versprechen
US-Präsident Donald Trump versicherte am Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social, die USA würden Iran vor den Zwischenwahlen am 3. November nicht angreifen. Zuvor hatten unter anderem „The Atlantic“, „Axios“ und NBC berichtet, das Pentagon solle Optionen für neue Schläge vor der Wahl vorbereiten. Für Beobachter ist klar, worum es geht: Steigende Spritpreise kosten in Amerika Wählerstimmen.
Trump spricht außerdem von konstruktiven Gesprächen mit Teheran. Von iranischer Seite kommen deutlich nüchternere Töne. Dort heißt es, die Verhandlungen kämen nicht voran.
Warum das deutsche Autofahrer trifft
Durch die Straße von Hormus läuft rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports. Seit dem Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran Ende Februar war die Meerenge monatelang blockiert. Der Preis für ein Fass Brent stieg zeitweise auf mehr als 110 Dollar. Jede neue Rakete im Golf landet am Ende an der Zapfsäule in Castrop-Rauxel, in den Heizkosten der Familien und in den Bilanzen der energieintensiven deutschen Industrie.
Und Berlin? Die Bundesregierung setzt Hunderte Milliarden neuer Schulden für Sondervermögen ein, hat aber kaum eine Antwort darauf, wie sie das Land unabhängiger von solchen Schocks machen will. Kritiker halten genau das für das eigentliche Versäumnis.
Fazit: Unsicherheit als Dauerzustand
Ein Iran-Experte sagte der „New York Times“, Teheran sehe den Konflikt als Ausdauerwettkampf. Die Eskalation sei das stärkste Druckmittel gegenüber den USA. Eine schnelle Beruhigung ist also kaum zu erwarten. In solchen Zeiten haben sich Gold und Silber über Generationen als Krisenschutz bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können physische Edelmetalle helfen, die Folgen geopolitischer Schocks abzufedern.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten oder Edelmetallen. Jeder Anleger sollte sich selbst umfassend informieren und trägt für seine Anlageentscheidungen allein die Verantwortung.
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