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Inflations-Alarm in Indien: Teuerung schießt auf 5,54 Prozent!

Inflations-Alarm in Indien: Teuerung schießt auf 5,54 Prozent!
Symbolbild: KI-generiert

Die Preise in Indien steigen schneller als erwartet. Im September kletterte die Verbraucherinflation auf 5,54 Prozent, nach 4,82 Prozent im August. Das meldete das indische Statistikministerium am Montag. Für die Notenbank in Mumbai dürfte das Signal eindeutig sein: Die Zinsen müssen womöglich weiter steigen.

Ökonomen hatten in einer Reuters-Umfrage nur mit 5,40 Prozent gerechnet. Seit elf Monaten zieht die Teuerung in der weltweit am schnellsten wachsenden großen Volkswirtschaft an. Inzwischen steht sie auf dem höchsten Stand seit 22 Monaten.

Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch: Der Teller wird zum Luxus

Am härtesten trifft es die Lebensmittel. Die Nahrungsmittelinflation sprang laut Ministerium von 5,97 auf 7,74 Prozent. Auf dem Land steigen die Preise dabei schneller als in den Städten. Medienberichten zufolge haben sich die Zwiebelpreise verdoppelt, auch Ingwer und Knoblauch wurden deutlich teurer.

Beim Transport sieht es kaum besser aus. Der Güterverkehr verteuerte sich um 14,73 Prozent, die Kosten für den persönlichen Transport um 7,46 Prozent. Zur Erinnerung: Im Oktober 2025 lag die Inflation noch auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. Diese Zeiten sind vorbei.

Die Notenbank zieht die Notbremse

Erst vergangene Woche hatte die Reserve Bank of India (RBI) reagiert. Der geldpolitische Ausschuss hob den Leitzins einstimmig um 25 Basispunkte auf 5,50 Prozent an. Es ist die erste Zinserhöhung seit Februar 2023. Gleichzeitig änderte die RBI ihren Kurs offiziell auf eine „kalibrierte Straffung“.

Weitere Zinssenkungen seien unter den „aktuellen Bedingungen“ in naher Zukunft vom Tisch, erklärte die Notenbank. Der nächste Schritt könne also nur eine weitere Erhöhung oder eine Pause sein. Die Großbank HSBC rechnet laut einem Bericht vom 7. Oktober bereits mit einem weiteren Zinsschritt im Dezember. Die Analysten schrieben:

„This may not be a deep tightening cycle, but a tightening cycle it is.“

Bei Oxford Economics rechnet man sogar mit zwei Erhöhungen um je 25 Basispunkte, eine im Dezember und eine im Februar.

Iran-Krieg und Super-El-Niño: Ein gefährlicher Mix

Die Ursachen liegen zum großen Teil außerhalb Indiens. Das Land importiert fast 85 Prozent seines Treibstoffbedarfs. Vor dem Iran-Krieg kam ein großer Teil davon durch die Straße von Hormus. Die Spannungen im Nahen Osten halten den Ölpreis hoch. Experten erwarten zudem, dass die Preise auch wegen des Hurrikans Isaias kurzfristig stark schwanken.

Dazu kommt die Natur. Ein Super-El-Niño bescherte Indien von Juni bis September den geringsten Monsunregen seit über einem Jahrzehnt. Laut dem indischen Wetterdienst war es die viertniedrigste Niederschlagsmenge seit 2001. Seit 1901 war es die 13.-trockenste Saison. Teile wichtiger Agrarstaaten wie Maharashtra, Andhra Pradesh, Punjab und Haryana leiden unter extremer Dürre. Für ein Land mit überwiegend regenabhängiger Landwirtschaft ist das eine bedrohliche Lage.

Wachstum ja, Entwarnung nein

Die RBI erhöhte zwar ihre Wachstumsprognose um 40 Basispunkte auf 7,1 Prozent. Im Ende März 2027 auslaufenden Fiskaljahr erwartet sie aber eine Gesamtinflation von 5,2 Prozent. Das liegt deutlich über dem mittelfristigen Ziel von 4 Prozent. Zugleich warnt die Notenbank vor geopolitischen Spannungen, Handelskonflikten, strengeren Finanzierungsbedingungen und teuren Rohstoffen.

Was das für Sparer hierzulande bedeutet

Indien ist kein Einzelfall. Weltweit straffen große Notenbanken ihre Geldpolitik, weil Energie und Lebensmittel teurer werden. Die Lehre daraus: Inflation kommt nicht angekündigt, sondern plötzlich. Wer glaubte, der Preisschock der letzten Jahre sei dauerhaft vorbei, wird gerade eines Besseren belehrt.

Die indischen Familien kennen die Antwort auf solche Krisen seit Generationen: Gold. Gerade zur Festsaison rund um Durga Puja und Diwali gilt das Edelmetall dort als Schutz für das Familienvermögen. Auch für deutsche Sparer können physisches Gold und Silber eine sinnvolle Ergänzung zur Vermögenssicherung sein, als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger sollte eigene Recherchen anstellen. Für Anlageentscheidungen ist jeder selbst verantwortlich.

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