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Kettner Edelmetalle
21.06.2026
16:37 Uhr

Klartext vom dm-Chef: „Überlegt doch mal, warum euer Angebot nicht überzeugt!“

Klartext vom dm-Chef: „Überlegt doch mal, warum euer Angebot nicht überzeugt!“

Es ist ein Satz, der in den verglasten Büros der etablierten Parteien wie ein Donnerschlag einschlagen dürfte. Christoph Werner, seit 2019 Geschäftsführer der Drogeriemarktkette dm, hat in einem Interview mit ntv jenen Spiegel hochgehalten, vor dem sich die deutsche Politik seit Jahren wegduckt. Seine Botschaft an die Konkurrenten der AfD ist denkbar simpel – und gerade deshalb so unbequem: Wer feststellt, dass eine Partei massiven Zulauf erlebt, sollte vielleicht einmal darüber nachdenken, warum das eigene Angebot offenbar niemanden mehr vom Hocker reißt.

Ein Unternehmer, der Märkte versteht – und Wähler ebenso

Werner argumentiert nicht als Ideologe, sondern als das, was er ist: ein Praktiker, der weiß, wie man Kunden gewinnt und wie man sie verliert. Und genau diese marktwirtschaftliche Brille legt er nun an die deutsche Parteienlandschaft an. Seine zentrale Frage formulierte er mit der Präzision eines Mannes, der täglich mit Wettbewerb umgehen muss:

„Kehren die Menschen eher zu mir zurück, wenn ich meinen Mitbewerber beschimpfe, oder wenn ich mein eigenes Angebot weiterentwickle?“

Eine rhetorische Frage, deren Antwort jedes Kind kennt. Nur in Berlin scheint man sie partout nicht hören zu wollen. Statt das eigene politische Produkt zu verbessern, ergeht man sich seit Jahren in Brandmauer-Rhetorik, Verbotsfantasien und moralischem Dauerfeuer gegen die größte Oppositionspartei. Werner stellte mit Blick auf ein mögliches Verbotsverfahren nüchtern fest: Solange eine Partei nicht verboten sei, dürfe sie in einem demokratischen Rechtsstaat selbstverständlich antreten. Punkt. Mehr Demokratie-Verständnis in zwei Sätzen, als man es von manchem Berufspolitiker in einer ganzen Legislaturperiode hört.

„Viel Kleinklein anstatt großer Würfe“

Doch der dm-Chef belässt es nicht bei einer Mahnung an die Selbstreflexion. Sein Urteil über die deutsche Wirtschaftspolitik fällt vernichtend aus. Wo einst ein Ludwig Erhard mit „Wohlstand für alle“ eine ganze Nation aus den Trümmern in die Aufbruchsstimmung führte, herrsche heute lähmende Ideenlosigkeit. „Momentan wird viel analysiert, aber wo wollen wir eigentlich hin?“, fragte Werner. Es fehle an Vision, es fehle an Strategie – und damit auch an jener Begeisterung, bei der die Menschen sagen: „Jawoll, darauf lassen wir uns ein!“

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass dieser Befund treffend ist. Eine große Koalition aus Union und SPD, die mit einem 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket hantiert, während sie gleichzeitig Reformen ankündigt, die nie kommen – das ist genau jenes „Kleinklein“, das Werner anprangert. Friedrich Merz versprach im Wahlkampf, keine neuen Schulden zu machen. Heute werden ganze Generationen mit Zins und Tilgung belastet. Vom großen Wurf keine Spur.

Reformideen mit Substanz

Bemerkenswert ist, dass Werner nicht nur kritisiert, sondern konkrete Vorschläge auf den Tisch legt. Er fordert längere Legislaturperioden von sechs Jahren bei gleichzeitig begrenzten Amtszeiten. Sein Argument: Bis nach einer Wahl eine Koalition stehe und Reformen überhaupt greifen könnten, sei die Legislatur faktisch schon halb vorbei.

Noch interessanter ist sein Vorschlag der Gesetze mit Ablaufdatum. Regelungen sollen ein Wiedervorlagedatum erhalten – und automatisch auslaufen, falls sie ihre Wirkung verfehlen. Eine elegante Idee in einem Land, das vor allem eines beherrscht: das Produzieren immer neuer Vorschriften, ohne je die alten zu hinterfragen.

Wo der Praktiker dem Klima-Narrativ erliegt

Nicht jeder Gedanke Werners überzeugt jedoch. Beim Thema Klimaschutz verheddert sich der ansonsten so klar denkende Unternehmer im ideologischen Geflecht. Seine Forderung nach einer CO2-Abgabe ausschließlich auf Neuplastik mag gut gemeint sein – sie bleibt jedoch ein weiterer staatlicher Eingriff in einen Markt, der eigentlich Entlastung von Bürokratie bräuchte. Immerhin erkennt Werner selbst, dass es bei den zuständigen Behörden an „handwerklichen Unzulänglichkeiten“ hapere. Ein vielsagendes Eingeständnis über den Zustand unseres aufgeblähten Verwaltungsapparats.

Unterm Strich aber bleibt: Hier spricht ein Mann aus der Realität des Wirtschaftslebens, der dem politischen Establishment den Spiegel vorhält. Dass ausgerechnet Vertreter der Wirtschaft inzwischen aussprechen müssen, was ein Großteil des deutschen Volkes längst denkt, ist ein Armutszeugnis für eine Politik, die sich lieber mit dem Beschimpfen der Opposition beschäftigt als mit der Verbesserung des eigenen Angebots.

Was bleibt: Vertrauen als härteste Währung

In unsicheren Zeiten – politisch wie wirtschaftlich – wenden sich immer mehr Bürger Werten zu, die nicht von Wahlversprechen oder ideologischen Moden abhängen. Wo Vertrauen in Politik und Papiergeld erodiert, gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber an Bedeutung. Sie kennen keine Legislaturperiode, keine Brandmauer und keine leeren Versprechen. Als bewährter Anker zur Vermögenssicherung gehören sie in jedes gesund gestreute Portefeuille – gerade dann, wenn die Politik weiter im „Kleinklein“ verharrt.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben weder Anlage-, Steuer- noch Rechtsberatung. Jeder Leser ist aufgefordert, eigenständig zu recherchieren und Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen oder fachkundigen Rat einzuholen.

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