
Totgesagt und doch dominant: Elon Musks Imperium schlägt zurück!

Boykottaufrufe, beschädigte Autohäuser, Abgesänge in fast allen großen Medien: Elon Musk galt nach der US-Wahl 2024 als erledigt. Mitte 2026 sieht es ganz anders aus. Tesla ist wieder klarer Marktführer bei US-Elektroautos, SpaceX ist seit Juni an der Börse, und Starlink wächst weiter. In einem viel beachteten Meinungsbeitrag bezeichnet ein konservativer US-Kommentator Musk sogar als Motor einer „amerikanischen Renaissance“.
Vom Buhmann zum Marktführer
Zur Erinnerung: Musk hatte früher Hillary Clinton und Joe Biden unterstützt. Dann wechselte er ins Trump-Lager und kritisierte offen die illegale Einwanderung. Die Quittung kam prompt. Gegner protestierten vor Tesla-Filialen, einige Autohäuser wurden angegriffen. Viele Beobachter sagten voraus, dass Kunden aus dem linksliberalen Milieu, das als natürliche Käuferschaft für E-Autos galt, in Scharen abspringen würden.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. Nach Daten des Branchendienstes Cox Automotive kam Tesla im zweiten Quartal 2026 auf rund 50,5 Prozent aller in den USA verkauften Elektroautos. Das waren 124.800 Fahrzeuge. Der Zweitplatzierte Chevrolet schaffte gerade einmal etwa 14.400.
Ganz ohne Kratzer kommt Tesla allerdings nicht davon. Laut den Marktdaten fielen die US-Verkäufe im Jahresvergleich um 13 Prozent. Die Konkurrenz brach aber mit minus 27 Prozent noch deutlich stärker ein, nachdem die staatliche Förderung für E-Autos im September 2025 ausgelaufen war. Die Lehre daraus: Ohne Subventionen trennt sich die Spreu vom Weizen. Der Kommentator sieht den Grund für Teslas Vorsprung schlicht im Produkt, also in Reichweite, Beschleunigung, Sicherheit und Software. Das überzeuge Käufer unabhängig von ihrer politischen Einstellung.
SpaceX: Ein Börsengang der Superlative
Noch beeindruckender wirkt das Raumfahrtgeschäft. SpaceX ging am 12. Juni 2026 unter dem Kürzel SPCX an die Nasdaq. Medienberichten zufolge war es mit einem Emissionsvolumen von 75 Milliarden Dollar der größte Börsengang der Geschichte. Die Bewertung zum Start lag bei rund 1,75 Billionen Dollar.
Laut dem Beitrag stehen rund 67 Prozent aller Satelliten im niedrigen Erdorbit in Verbindung mit SpaceX, das sind mehr als 12.000 Stück. Der Autor findet dafür deutliche Worte: Das Unternehmen habe eine „erstarrte“ NASA gerettet und die USA im Wettlauf ins All vor Europäer, Japaner und Chinesen gebracht.
Starlink als Lebensader, auch an der Front
Der Satelliten-Internetdienst Starlink erreichte im zweiten Quartal 2026 nach Unternehmensangaben etwa 12 Millionen Kunden in mehr als 160 Ländern, rund doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Nach Darstellung des Kommentars verlassen sich auch viele Armeen darauf, darunter die ukrainischen und israelischen Streitkräfte.
Für Europa ist das eine unbequeme Wahrheit. Brüssel redet seit Jahren über „digitale Souveränität“, aber eine ernsthafte Alternative zu Starlink gibt es bis heute nicht. Ein einzelner Unternehmer hat geschafft, was Behörden mit Milliardenbudgets nicht hinbekommen haben.
X, Grok und die Schattenseiten
Auch die Plattform X, früher Twitter, ist laut dem Beitrag nicht eingebrochen. Der Autor spricht von 560 Millionen Nutzern. Die Alternative Bluesky habe dagegen nach seiner Darstellung nur rund 3 Millionen Nutzer. Den KI-Chatbot Grok sieht er bei einem Marktanteil von etwa 16 Prozent auf Platz drei.
So viel Euphorie verlangt aber auch einen nüchternen Blick. Aus den Börsenunterlagen geht hervor, dass SpaceX allein im ersten Quartal 2026 einen Nettoverlust von 4,28 Milliarden Dollar gemacht hat, vor allem wegen des KI-Geschäfts. Die Analysten von Morningstar schätzten den fairen Wert des Konzerns Berichten zufolge auf nur 780 Milliarden Dollar, also weniger als die Hälfte der Börsenbewertung.
Was Anleger daraus lernen können
Die Geschichte von Musk zeigt, was Unternehmergeist, Risikobereitschaft und Leistung bewirken können, wenn man sie lässt. Sie zeigt aber auch, wie sehr heutige Billionenbewertungen auf Erwartungen an die Zukunft beruhen. Wer sein Vermögen langfristig schützen will, sollte deshalb nicht alles auf Hoffnungswerte setzen. Physisches Gold und Silber sind als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio seit Jahrhunderten bewährt, und zwar ganz ohne Quartalsverluste und Kurssprünge nach einzelnen Tweets.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf einzelner Wertpapiere. Jeder Leser sollte eigene Recherchen anstellen und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.
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