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05.10.2026
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Trumps Venezuela-Coup: Gold und Silber schießen in Asien nach oben!

Trumps Venezuela-Coup: Gold und Silber schießen in Asien nach oben!
Symbolbild: KI-generiert

Kaum ist das neue Börsenjahr eröffnet, brennt es an den Edelmetallmärkten. Am Montag, dem 5. Januar 2026, legten Gold und Silber schon im asiatischen Handel kräftig zu. Auslöser war der US-Militäreinsatz in Venezuela vom Wochenende, bei dem Präsident Nicolás Maduro festgenommen wurde.

Der Goldpreis stieg Berichten zufolge bis zum Vormittag europäischer Zeit um rund 1,8 Prozent auf etwa 4.407 US-Dollar je Feinunze und erreichte damit ein Wochenhoch. Silber zog sogar um fast vier Prozent auf rund 75,50 Dollar an. Im weiteren Tagesverlauf ging es Medienberichten zufolge noch höher: bei Gold auf über 4.440 Dollar, bei Silber auf mehr als 76 Dollar.

Washington greift durch und die Welt hält den Atem an

Am Samstag hatten US-Streitkräfte Venezuela angegriffen und Maduro in Gewahrsam genommen. Beobachter sprechen vom direktesten Eingriff der USA in Lateinamerika seit der Invasion Panamas im Jahr 1989. In Caracas übernahm laut Berichten Maduros bisherige Stellvertreterin Delcy Rodríguez die Amtsgeschäfte.

Danach legte Donald Trump nach. Der US-Präsident habe erklärt, die Vereinigten Staaten würden das Land vorerst selbst führen. Zudem habe er Kolumbien und Mexiko signalisiert, dass sie die Nächsten sein könnten. Wer in so einem Umfeld noch auf Ruhe an den Märkten hofft, ist erstaunlich optimistisch.

Warum Edelmetalle gerade jetzt glänzen

Venezuela ist aber nur der Funke. Das Pulver dafür lag schon länger bereit. Mehrere Faktoren wirken laut Marktbeobachtern gleichzeitig zugunsten von Gold und Silber:

  • Zinsfantasie: Die US-Notenbank Fed bleibt zwar vorsichtig. Die Märkte rechnen für 2026 aber weiter mit Zinssenkungen. Das drückt auf die Realzinsen, und das hilft Metallen, die keine laufenden Erträge abwerfen.
  • Zentralbanken als Großkäufer: Viele Notenbanken bauen ihre Abhängigkeit vom Dollar ab und kaufen dafür Gold, ein neutrales Reserve-Asset ohne Gegenparteirisiko.
  • Geopolitische Absicherung: Die ohnehin hohen Spannungen weltweit treiben institutionelle Anleger in defensive Positionen.
  • Dünne Liquidität: Zum Jahresanfang ist wenig Geld im Markt. Dazu kamen Käufe nach Momentum-Signalen und die Auflösung von Leerverkäufen. Beides habe die Bewegung zusätzlich beschleunigt, nachdem wichtige Widerstände gefallen waren.

Silber: Das eigentliche Hauptgericht

Wenn Gold die Vorspeise ist, dann ist Silber der Hauptgang. Das weiße Metall profitiert doppelt: als sicherer Hafen und als unverzichtbarer Industrierohstoff für Photovoltaik, Elektrifizierung und Hightech-Fertigung. Im Jahr 2025 legte Silber Berichten zufolge um sagenhafte 147 Prozent zu. Am 29. Dezember markierte es mit rund 83,62 Dollar ein Allzeithoch.

Auch Gold hat ein historisches Jahr hinter sich. Mit einem Plus von etwa 64 Prozent war 2025 laut Marktberichten das stärkste Goldjahr seit 1979. Das Rekordhoch von rund 4.550 Dollar vom 26. Dezember liegt in Reichweite.

Öl bleibt gelassen, Aktien feiern trotzdem

Bemerkenswert ist, wie ruhig der Ölmarkt reagierte, obwohl ein Ölstaat betroffen ist. Venezuela steuert nach Einschätzung von Analysten nur noch rund ein Prozent zur weltweiten Förderung bei. Die Goldman-Analysten sehen den Brent-Preis für 2026 sogar bei nur 56 Dollar. Die Aktienmärkte jubelten ebenfalls: Der DAX kletterte Berichten zufolge auf ein neues Rekordhoch, angetrieben von Rüstungswerten.

Genau hier lohnt ein zweiter Blick. Wenn Aktienrekorde und Goldrallye zusammenfallen, dann sichern sich die Profis offenbar ab, während die breite Masse noch feiert. Ein Händler eines großen deutschen Edelmetallkonzerns sagte laut Medienberichten, neue Rekordhochs seien wahrscheinlich, falls sich die geopolitischen Spannungen ausweiten oder die Fed stärker lockern müsse als erwartet.

Was Anleger daraus mitnehmen sollten

Die Botschaft des Montags ist klar. In einer Welt, in der Regierungen gestürzt und Nachbarländer offen bedroht werden, zählen Werte, die keinem Staat und keiner Notenbank ausgeliefert sind. Physisches Gold und Silber sind solche Werte. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie ein sinnvoller Anker sein, gerade wenn die politische See rauer wird.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Edelmetallen. Jeder Anleger muss selbst recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen allein. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

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