280.000
Kunden
Sicherer
Versand
09.10.2026
04:43 Uhr
KI-generiert

Erben zur Kasse? 90 Unternehmer rufen nach mehr Erbschaftsteuer!

Erben zur Kasse? 90 Unternehmer rufen nach mehr Erbschaftsteuer!
Symbolbild: KI-generiert

Mehr als 90 Unternehmer haben sich in einem offenen Brief an Kanzler Friedrich Merz, CSU-Chef Markus Söder und die SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil gewandt. Sie wollen eine höhere Erbschaftsteuer für große Vermögen. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Kommende Woche verhandelt das Bundesverfassungsgericht genau darüber, wie Firmenerben besteuert werden.

Der Kern: Die Verschonung soll weg

Die Gruppe hat eine klare Forderung. Die Verschonung von Betriebsvermögen solle entfallen. Bisher können Erben unter strengen Auflagen 85 oder sogar 100 Prozent der Steuer sparen, wenn sie den Betrieb weiterführen und die Arbeitsplätze erhalten.

Zu den bekannteren Unterzeichnern zählen Medienberichten zufolge Unternehmer aus dem Umfeld von Trivago, Idealo und der Heidrich GmbH. Vom Verband „Die Familienunternehmer“ fühlen sie sich nicht mehr vertreten. Sie wollten nicht länger das Bild von Unternehmern bedienen, denen es vor allem um die eigene Familie gehe, heißt es. Eine faire Erbschaftsteuer gehöre zu einer gerechten und zukunftsfähigen Wirtschaft. Außerdem benachteilige das jetzige System kleinere und junge Firmen.

Ein bemerkenswerter Satz, oder? Genau die Familie war für Generationen deutscher Mittelständler der Grund, überhaupt Werte aufzubauen.

Der Verband hält dagegen

Die Antwort kam schnell. Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann warnt laut Medienberichten davor, Betriebsvermögen mit Geld auf dem Konto gleichzusetzen. Eine Million in Maschinen, Hallen und Arbeitsplätzen sei etwas völlig anderes als eine Million auf dem Sparbuch. Ein Generationswechsel dürfe einem gesunden Betrieb nicht das Geld für Investitionen entziehen.

Das ist der Punkt, den Befürworter gern übersehen. Familienvermögen liegt nicht wie bei Dagobert Duck im Geldspeicher. Es steckt in Produktionsanlagen, Patenten und Löhnen. Wer es besteuern will, muss es oft erst aus dem Unternehmen herauslösen. Und dieses Kapital wurde meist schon mehrfach versteuert.

Karlsruhe entscheidet über die Zukunft

Am 12. Oktober verhandelt der Erste Senat einen Antrag des Freistaats Bayern. Die Staatsregierung hält Freibeträge und Steuersätze für verfassungswidrig, weil sie nie an die Inflation angepasst worden seien. Einen Tag später geht es um eine Verfassungsbeschwerde gegen die Verschonung von Betriebsvermögen. Ein Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet.

Die Richter kennen das Thema. Schon 2014 hatte Karlsruhe die damaligen Regeln teils gekippt, 2016 folgte die Reform. Damals erkannte das Gericht allerdings ausdrücklich an: Der Schutz von Arbeitsplätzen kann eine Begünstigung rechtfertigen.

Ein Staat, der nie genug hat

Brisant ist das Umfeld. Im ersten Halbjahr wuchs der deutsche Schuldenberg Berichten zufolge um 100 Milliarden Euro – doppelt so stark wie im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr droht ein Defizit von mehr als fünf Prozent der Wirtschaftsleistung. Das Merz-Sondervermögen wird Generationen mit Zinslasten belasten, obwohl der Kanzler einst solide Finanzen versprochen hatte.

Die Erbschaftsteuer bringt laut Schätzungen derzeit rund 10 bis 11 Milliarden Euro im Jahr. Doch der Appetit wächst: Die SPD-Fraktion fordert Medienberichten zufolge bereits eine Vermögensteuer. Kritiker sehen ein Muster. Weil Gewerbe- und Körperschaftsteuer mit der schwachen Konjunktur einbrechen, greife der Staat zunehmend auf die Substanz zu.

Wer am Ende wirklich zahlt

Die Ironie: Die wirklich Reichen sind mobil. Sie können mit ihrem Kapital und notfalls mit ihrem Wohnsitz ausweichen. Zahlen müssten vor allem jene, deren Vermögen fest in Deutschland gebunden ist – der klassische Mittelständler mit Werk in der Provinz.

Moralischer Applaus aus Berlin ist den Briefschreibern sicher. Ob sie damit die Wirtschaft stärken oder bloß eine ausgabefreudige Politik belohnen, ist eine andere Frage. Was hätten Unternehmer stattdessen fordern können? Weniger Subventionen, weniger Bürokratie, eine Energiepolitik, die nicht ruinös ist.

Fazit: Vermögen breit aufstellen

Für Familien zeigt die Debatte, wie schnell sich politische Rahmenbedingungen ändern können. Wer langfristig plant, sollte breit streuen. Physisches Gold und Silber können dabei als krisenerprobte, greifbare Beimischung in einem diversifizierten Portfolio zur Vermögenssicherung beitragen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser muss selbst recherchieren, sollte sich in Steuer- und Rechtsfragen fachkundig beraten lassen und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“