
„Wo sparen Sie selbst?“ TV-Löwe zerlegt Klingbeils Steuerpläne!

Der Paderborner Getränkeunternehmer Andreas W. Herb hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) in einem offenen Brief scharf angegriffen. Der neue Investor der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ wirft dem Vizekanzler vor, der Staat greife reflexartig in die Taschen der Bürger, statt endlich selbst zu sparen. Allein auf Instagram sammelte das Schreiben binnen kürzester Zeit rund 85.000 Likes.
33 Jahre Unternehmer – und jetzt reicht es
Herb ist kein Hinterbänkler der Wirtschaft. 1993 gründete er die MBG Group, die heute nach eigenen Angaben mit mehr als 250 Mitarbeitern über 240 Millionen Euro umsetzt. Bekannt ist das Unternehmen für Marken wie Salitos, effect Energy und 9 Mile Vodka.
In seinem Brief betont der 55-Jährige, er trage Verantwortung für über 300 Familien. Vom Staat erwarte er deshalb denselben Maßstab, den dieser jedem Betrieb und jedem Haushalt abverlange. Sein Satz, der jetzt die Runde macht:
„Gerade deshalb kann ich diese Art der Finanzpolitik zunehmend nicht mehr ertragen.“
Wenn in seiner Firma Kosten stiegen, könne er seinen Kunden schließlich keine neue „Sonderabgabe“ präsentieren, so Herb. Er müsse priorisieren, effizienter werden – und notfalls schmerzhaft kürzen.
Der „wohlklingende Deckmantel“
Beim Staat entstehe dagegen ein völlig anderer Eindruck, schreibt Herb. Reiche das Geld nicht, werde nicht gespart, sondern „geschöpft“. Und wo eine neue Steuer schwer vermittelbar sei, finde sich stets ein schönes Etikett: Gesundheit, Umwelt, Nachhaltigkeit oder soziale Verantwortung. Am Ende zahlten immer Bürger und Unternehmen.
Eine konkrete Abgabe nennt der Unternehmer nicht. Doch der Zeitpunkt spricht Bände. Medienberichten zufolge plant Klingbeil ab dem 1. Juli 2027 eine Zuckersteuer auf Getränke sowie eine Steuer auf Plastikverpackungen von 550 Euro pro Tonne. Zusammen sollen beide mehr als 2,5 Milliarden Euro in die Kasse spülen. Für einen Getränkehersteller ist das keine abstrakte Debatte.
1046 neue Stellen – für zwei neue Steuern
Pikant: Für die Erhebung der beiden Abgaben sind laut Berichten 1046 zusätzliche Stellen vorgesehen, vor allem beim Zoll. Kosten: rund 74 Millionen Euro – jedes Jahr. Der Bund der Steuerzahler spricht von „Bürokratie-Irrsinn“. Selbst das CDU-geführte Kanzleramt hat den Entwurf zur Zuckersteuer Medienberichten zufolge vorerst ausgebremst. Ein schlankerer Staat sieht anders aus.
Herbs klare Forderung an den Minister
Der TV-Löwe will mehr als Empörung. Er fragt, wo die Kreativität beim Sparen bleibe – bei neuen Stellen, freiwilligen internationalen Leistungen, EU-Ausgaben und beim Bürgergeld. Klingbeil solle einen nachvollziehbaren Sparplan vorlegen, mit konkreten Kürzungen und einer Zielsumme.
„Wo sparen Sie selbst – in welcher Höhe und bis wann?“
Eine simple Frage. Und genau deshalb so unbequem. Denn Friedrich Merz hatte im Wahlkampf solide Finanzen versprochen – geliefert wurden ein 500-Milliarden-Sondervermögen und nun neue Abgaben.
Applaus, aber auch Spott
Im Netz gibt es viel Zuspruch. Erdbeerbauer Robert Dahl, Gründer von Karls Erlebnis-Dörfern, wünscht sich ein Umdenken: einfach mit dem auskommen, was da sei. Kritiker halten dagegen, der Haushalt sei öffentlich einsehbar. Andere spotten über einen Multimillionär mit Chauffeur und Privatjet, der über Steuern klage.
Doch der Neid-Reflex lenkt vom Kern ab. Ob Klingbeil antwortet, ist offen. Für viele Leistungsträger ist die Botschaft aber klar: Ein Staat, der immer mehr nimmt, verspielt das Vertrauen derer, die ihn finanzieren. Wer sein Erspartes vor dem wachsenden Appetit des Fiskus und dem schleichenden Kaufkraftverlust schützen will, setzt deshalb zunehmend auch auf physisches Gold und Silber als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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