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Tankrabatt-Strohfeuer: Sprit wird schon nach einem Tag wieder teurer!

Tankrabatt-Strohfeuer: Sprit wird schon nach einem Tag wieder teurer!
Symbolbild: KI-generiert

Der neue Tankrabatt gilt erst seit dem 1. Oktober, und an den Zapfsäulen ist ein Teil davon schon wieder weg. Am ersten Tag fielen die Preise kräftig, doch bereits am nächsten Morgen zogen Benzin und Diesel laut ADAC wieder an. Autofahrer fragen sich jetzt: Wie viel von der versprochenen Entlastung bleibt wirklich im Geldbeutel?

Erst fallen die Preise, dann steigen sie wieder

Die schwarz-rote Bundesregierung hat die Energiesteuer auf Benzin und Diesel bis zum 31. Dezember um 14,04 Cent je Liter gesenkt. Weil dadurch auch weniger Mehrwertsteuer anfällt, ergibt das rechnerisch 16,7 Cent pro Liter.

Am ersten Tag kam davon einiges an. Nach Angaben des ADAC sank der bundesweite Durchschnittspreis für Super E10 um rund 14,5 Cent, für Diesel um rund 15,2 Cent. Ganz vollständig war das also schon da nicht.

Bereits am nächsten Morgen ging es wieder nach oben. E10 verteuerte sich laut ADAC um 3,6 Cent auf durchschnittlich 2,098 Euro, Diesel um 3,9 Cent auf 2,248 Euro. Zum Vergleich: Ende September hatte der Liter E10 im Wochenmittel noch rund 2,258 Euro gekostet, Diesel rund 2,409 Euro.

Das kennt man schon vom letzten Mal

Neu ist das alles nicht. Schon beim zweimonatigen Tankrabatt im Mai und Juni 2026 waren die Preise kurz nach dem Start wieder gestiegen. Bundeskartellamt, Monopolkommission und das Ifo-Institut kamen nach damaligen Berichten zu dem Schluss, dass die Senkung nicht vollständig weitergegeben wurde. Beim Diesel landeten laut Ifo im Schnitt nur etwa zwölf Cent beim Kunden.

Die Mineralölwirtschaft widerspricht. Sie habe die Entlastung in voller Höhe weitergegeben, heißt es aus der Branche. Studien würden andere Kostenfaktoren nicht ausreichend berücksichtigen.

Tatsächlich setzt sich der Spritpreis aus vielen Bausteinen zusammen: Rohöl, Wechselkurs, Raffinerie, Transport, Steuern und Margen. Ein einzelner Preisanstieg beweist deshalb noch nicht, dass jemand den Rabatt einbehält. Entscheidend ist, wie sich die Preise über mehrere Tage im Verhältnis zu Rohöl und Großhandel entwickeln.

Warum der Sprit überhaupt so teuer ist

Auslöser ist der Krieg mit dem Iran. Die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Ölrouten der Welt, ist Medienberichten zufolge faktisch blockiert. Dazu kommt ein zweiter Engpass: Nach einer Offensive im Jemen soll die Huthi-Miliz inzwischen die Meerenge Bab al-Mandab kontrollieren. Diesel reagiert wegen knapper Raffineriekapazitäten besonders stark auf solche Krisen.

Am Morgen des 5. Oktober lag der Diesel-Median Marktdaten zufolge immer noch bei rund 2,22 Euro. Das trifft vor allem Pendler, Handwerker und Spediteure. Ein Rechenbeispiel: Zehn Cent Unterschied machen bei 50 Litern fünf Euro pro Tankfüllung aus. Wer zweimal im Monat tankt, zahlt also zehn Euro mehr oder weniger.

Die Rechnung zahlt am Ende der Steuerzahler

Billig ist der Rabatt nicht. Die Regierung rechnet laut Berichten mit rund 2,5 Milliarden Euro, die sich Bund und Länder diesmal teilen. Die erste Runde im Frühsommer hatte schon etwa 1,6 Milliarden Euro gekostet. Bezahlt wird das von allen Steuerzahlern, auch von denen, die gar kein Auto fahren.

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer kritisierte solche Steuerrabatte als Lösung nach dem Gießkannenprinzip. Ab spätestens 1. Januar 2027 soll außerdem ein staatlicher Spritpreisdeckel kommen. FDP-Chef Wolfgang Kubicki nannte ihn ein „planwirtschaftliches Instrument“. Kritiker sehen darin das alte Muster: Die Politik verteilt teure Pflaster, statt die Ursachen anzugehen.

Fazit: Vergleichen lohnt sich

Der Tankrabatt ist an der Säule zu sehen, aber es gibt keinen festen Nachlass zu jeder Uhrzeit und an jeder Tankstelle. Der ADAC rät, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen und günstige Tageszeiten zu nutzen. Das kann fast so viel bringen wie die Steuersenkung selbst. Wer morgens an einer teuren Station tankt, zahlt womöglich trotz Rabatt mehr als jemand, der abends vergleicht.

Bleibt die Frage nach der Kaufkraft. Wenn Energiekrisen die Preise treiben und der Staat mit immer neuen Milliardenprogrammen dagegenhält, suchen viele Bürger nach einem stabilen Anker. Physisches Gold und Silber haben sich dafür über Generationen bewährt, als Ergänzung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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