
„Mutter aller Bomben“: Plant Washington den nächsten Iran-Schlag?

Das US-Militär hat offenbar neue Angriffspläne gegen den Iran entworfen. Darin soll auch eine der stärksten nicht-nuklearen Waffen im amerikanischen Arsenal vorkommen: die GBU-43/B, besser bekannt als „Mutter aller Bomben“. Das berichtete der US-Sender CNN am Donnerstag und beruft sich auf mehrere US-Regierungsvertreter. Teheran hält dagegen und kündigt an, weiter für seine Forderungen zu kämpfen.
Zehn Tonnen Sprengkraft für Energie- und Atomanlagen
Die Massive Ordnance Air Blast Bomb, kurz MOAB, wiegt rund 21.600 Pfund, also knapp zehn Tonnen. Sie dringt nicht tief in Bunker ein, sondern detoniert über dem Boden. Ihre Druckwelle soll Ziele an der Oberfläche auf großer Fläche zerstören. Medienberichten zufolge sehen die Pläne vor, die Bombe gegen iranische Energieinfrastruktur und Atomanlagen einzusetzen.
Bisher kam die MOAB bei amerikanischen Angriffen auf den Iran nicht zum Einsatz. Ein einziges Mal wurde sie im Ernstfall abgeworfen: im April 2017 in Afghanistan, damals gegen ein Tunnelsystem der Terrormiliz IS. Auch das geschah in Donald Trumps erster Amtszeit. Eine unabhängige Bestätigung des CNN-Berichts gibt es bislang nicht. Das Pentagon wurde um eine Stellungnahme gebeten.
Trumps Versprechen und das Problem mit der Wahlurne
Brisant ist das Timing. Trump hatte am 8. Oktober zugesichert, vor den Zwischenwahlen am 3. November keine neuen Angriffe auf den Iran anzuordnen. Ein Ausschluss für die Zeit danach ist das nicht. Geplant wird also offenbar schon jetzt.
Gleichzeitig wächst der Druck auf das Weiße Haus. Die Amerikaner spüren den Konflikt längst im eigenen Geldbeutel, vor allem durch stark gestiegene Energiepreise und eine allgemeine Teuerung. Der Präsident braucht vor der Wahl Erfolge in Nahost. Bisher hat er davon wenig vorzuweisen.
Die Straße von Hormus wird zur Todeszone
In der Region spitzt sich die Lage zu. Am Mittwoch sank ein Containerschiff in der Straße von Hormus, laut der iranischen Revolutionsgarde nach dem Kontakt mit einer Seemine. Nach CNN-Angaben gingen dort innerhalb von 24 Stunden sogar zwei Frachter unter. Gleichzeitig griffen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen erneut Saudi-Arabien an, Berichten zufolge auch Anlagen des Ölkonzerns Saudi Aramco. Dabei gab es Tote. Die Ölpreise zogen prompt an.
Teheran setzt auf Raketen und Verhandlungen
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf gab sich in einer Fernsehansprache am Mittwochabend kämpferisch. Sein Land müsse militärische Stärke, Verteidigung, Verhandlungen und seinen regionalen Einfluss kombinieren, um die USA zum Einlenken zu zwingen. Teheran verlangt unter anderem ein Ende der Seeblockade und der Sanktionen sowie den Abzug der US-Truppen aus der Region.
Einen endlosen Krieg wolle man nicht, betonte Ghalibaf laut staatsnahen iranischen Medien. Ziel sei vielmehr, dass die USA und ihre Verbündeten ihre Ziele mit Angriffen nicht erreichen könnten. Laut dem Wall Street Journal verstärkt der Iran bereits die Verteidigung rund um seine sensiblen Energie- und Atomstandorte.
Was das für deutsche Sparer bedeutet
Wer glaubt, das alles sei weit weg, der irrt. Durch die Straße von Hormus läuft ein großer Teil des weltweiten Ölhandels. Jede Eskalation dort treibt die Energiepreise, und die bezahlen am Ende auch deutsche Haushalte und Betriebe an der Zapfsäule, bei der Heizkostenabrechnung und über teurere Vorprodukte. Für eine Wirtschaft, die ohnehin unter hohen Energiekosten und einer Regierung ohne klaren Kurs leidet, ist das Gift.
In solchen Zeiten fragen sich viele Anleger, was ihr Vermögen noch schützt. Physisches Gold und Silber gelten seit Jahrhunderten als Krisenschutz, unabhängig von Notenbanken, Politikern und den Launen der Weltlage. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können Edelmetalle helfen, das Vermögen gegen geopolitische Schocks abzusichern.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten oder Edelmetallen. Jeder Anleger sollte sich selbst informieren und trifft seine Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung.
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